Fast zehn Angriffe pro Tag

Flüchtlinge: Amnesty wirft deutschen Innenministern Versagen vor

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Laut dem Generalsekretär Markus Beeko ereignen sich im Durchschnitt fast zehn Angriffe pro Tag auf Flüchtlinge (Archiv). 

Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Innenministern von Bund und Ländern wegen der Gewalt gegen Flüchtlinge hierzulande Versagen vorgeworfen.

Flüchtlinge müssten in Deutschland "um Leib und Leben fürchten", erklärte Generalsekretär Markus Beeko am Montag in Berlin. Er reagierte damit auf die am Wochenende bekannt gewordenen Daten zu Angriffen auf Geflohene, Asylsuchende und ihre Unterkünfte im Jahr 2016.

"Die aktuelle Zahl von durchschnittlich fast zehn gemeldeten Angriffen pro Tag auf Flüchtlinge, Asylsuchende und ihre Unterkünfte belegt eindringlich, dass die anhaltende Gewalt gegen Geflüchtete von der Politik nicht ausreichend ernst genommen und adressiert wird", kritisierte Beeko. Es handele sich um "eine dringende Mahnung an die deutschen Innenminister, endlich aktiv zu werden". Nötig sei ein deutschlandweites Schutzkonzept für Flüchtlingsunterkünfte.

Mehr als 3500 Angriffe auf Flüchtlinge allein im vergangenen Jahr

Nach Angaben der Bundesregierung wurden in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 3500 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte registriert. 560 Menschen wurden verletzt, darunter 43 Kinder.

Das Bundesinnenministerium nannte die Zahlen "erschreckend hoch" und "Anlass zur Sorge". Jeder derartige Fall sei einer zu viel, betonte ein Sprecher. Allerdings sei die insgesamt rückläufige Tendenz der Zahlen "Anlass für ein kleines bisschen Hoffnung".

AFP

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