Forschungsergebnisse zu Missbrauch in Katholischer Kirche

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Priester mit Rosenkranz. Emotionale und sexuelle Unreife, Persönlichkeitsstörungen und Pädophilie: Forscher haben Teilergebnisse zu Ursachen und Ausmaß der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche veröffentlicht. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Berlin (dpa) - Nach dem ersten Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im großen Ausmaß in der katholischen Kirche im Jahr 2010 liegen nun Teilergebnisse eines Forschungsprojekts zu Ursachen und Ausmaß vor.

Forscher stellten bei Geistlichen als Tätern unter anderem emotionale und sexuelle Unreife, Persönlichkeitsstörungen und Pädophilie fest. In die Untersuchung (Metaanalyse) flossen Studien aus neun Ländern ein, darunter Irland und den USA. Rund ein Drittel der Untersuchungen stammt aus Deutschland.

Anders als beim Missbrauch in Schulen und anderen Institutionen zählten in der katholischen Kirche in erster Linie Jungen zu den Opfern, berichtet Harald Dreßing vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Bis Ende 2017 wollen die Forscher durch das Studium von Personalakten und Interviews mit Tätern und Opfern ein genaueres Bild vom Ausmaß des Missbrauchs in Deutschland bekommen.

Metaanalyse

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