Wasserwerfer und Pfefferspray

Bilder: G20-Protest "Welcome to Hell" eskaliert

Die Demonstration "Welcome to Hell" ist eskaliert. Die Polizei setze Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Foto: Bodo Marks
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Die Demonstration "Welcome to Hell" ist eskaliert. Die Polizei setze Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Foto: Bodo Marks
Wasserwerfer der Polizei sind bei der Demonstration "Welcome to hell" im Einsatz. Foto: Boris Roessler
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Wasserwerfer der Polizei sind bei der Demonstration "Welcome to hell" im Einsatz. Foto: Boris Roessler
Demonstranten und Polizisten stehen sich beim Protestzug "Welcome to hell" gegenüber. Foto: Boris Roessler
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Demonstranten und Polizisten stehen sich beim Protestzug "Welcome to hell" gegenüber. Foto: Boris Roessler
"G20 Welcome to hell" trifft am Fischmarkt auf "Welcome to Hamburger Polizei". Foto: Bodo Marks
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"G20 Welcome to hell" trifft am Fischmarkt auf "Welcome to Hamburger Polizei". Foto: Bodo Marks
Es geht los: G20-Gegner ziehen bei der Demonstration "Welcome to hell" durch Hamburg. Foto: Boris Roessler
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Es geht los: G20-Gegner ziehen bei der Demonstration "Welcome to hell" durch Hamburg. Foto: Boris Roessler
Reisende aus dem Protest-Sonderzug "ZuG20" haben den Hamburger Hauptbahnhof erreicht. Foto: Daniel Bockwoldt
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Reisende aus dem Protest-Sonderzug "ZuG20" haben den Hamburger Hauptbahnhof erreicht. Foto: Daniel Bockwoldt
Aktivisten von Oxfam stehen mit Masken der Regierungschefs an den Landungsbrücken Hamburg. Sie demonstrieren gegen soziale Ungleichheit. Foto: Michael Kappeler
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Aktivisten von Oxfam stehen mit Masken der Regierungschefs an den Landungsbrücken Hamburg. Sie demonstrieren gegen soziale Ungleichheit. Foto: Michael Kappeler
Rauchschwaden ziehen über den Hamburger Fischmarkt. Foto: Boris Roessler
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Rauchschwaden ziehen über den Hamburger Fischmarkt. Foto: Boris Roessler

Diese Kundgebung bereitete der Polizei die größte Sorge: die Demonstration "Welcome to Hell" von Linksautonomen. Und kaum ist der Zug losmarschiert, gibt es Auseinandersetzungen.

Hamburg - Am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg ist es zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei der „Welcome to Hell“-Kundgebung gegen das Treffen der großen Wirtschaftsmächte flogen Flaschen, Feuerwerkskörper wurden gezündet, später brannten umgestürzte Mülltonnen und mehrere Autos. Die rigoros vorgehende Polizei setzte wiederholt Wasserwerfer und Pfefferspray ein und trieb die rund 12 000, in der großen Mehrzahl friedlichen Teilnehmer auseinander. Sie meldete mindestens sieben verletzte Beamte. Auch zahlreiche Demonstranten wurden laut Veranstalter verletzt - einige ernsthaft.

Unter die Demonstranten hatten sich nach Polizeiangaben etwa 1000 Vermummte gemischt - was die Polizei aber nicht duldete. Sie war ursprünglich sogar von bis zu 8000 gewaltbereiten Autonomen ausgegangen. Der Veranstalter erklärte den Demonstrationszug nach gut einer Stunde für beendet. Dieser war nur wenige Meter weit gekommen.

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac verurteilte die Strategie der Polizei. „Die Auseinandersetzungen bei der Demonstration „Welcome to Hell“ waren eine Eskalation mit Ansage: Es ist offenkundig, dass diese Demonstration nach dem Willen von Polizei und Senat nie laufen sollte“, sagte Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

Die Polizei sagte, man habe versucht, den „schwarzen Block“ der Linksautonomen von den friedlichen Demonstranten zu trennen - dann hätte die Kundgebung fortgesetzt werden können. Dies sei aber nicht gelungen.

Aus der Menschenmenge lösten sich anschließend immer wieder einzelne Gruppen, die in Nebenstraßen verschwanden. Gewalttäter rüsteten sich laut Polizei mit Gerüstteilen und Steinen aus, errichteten Hindernisse auf Straßen und zündeten diese zum Teil an. An einem Kaufhaus im Stadtteil Altona, an Banken und am Amtsgericht gingen Scheiben zu Bruch.

Polizeisprecher Zill von Unbekannten angegriffen

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sagte am späten Abend, es gebe mittlerweile viele Kleingruppen, die durch die Stadt zögen. Diese errichteten Barrikaden, Beamte würden angegriffen. Die Lage sei weiter unübersichtlich.

Nachdem Polizei und Aktivisten miteinander Gespräche geführt hatten, formierte sich erneut ein Demonstrationszug und setzte sich - von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet - in Bewegung. Bereits nach kurzer Zeit kam es zu einem erneuten Wasserwerfereinsatz.

Auch Polizei-Pressesprecher Timo Zill wurde angegriffen. Er flüchtete sich laut Polizei in einen Rettungswagen. Die Täter versuchten nach ihren Angaben, die Tür des Rettungswagens aufzureißen. Der Wagen fuhr schließlich mit Blaulicht davon. Der Sprecher blieb unverletzt.

Begonnen hatte die Aktion gegen den G20-Gipfel friedlich am Hamburger Fischmarkt, wo Musik gespielt und Reden gehalten wurden. Die Demonstration sollte von dort aus über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Keine andere Demonstration darf dem G20-Tagungsort in den Messehallen näher kommen.

Anders als für andere Veranstaltungen hatte die Polizei für „Welcome to Hell“ („Willkommen in der Hölle“) keine Auflagen erlassen. Anmelder Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum „Rote Flora“ warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, „eine massive Kampagne“ gegen Demonstranten zu führen.

Unterdessen wies das Hamburgische Oberverwaltungsgericht mehrere Beschwerden der globalisierungskritischen Organisation Attac zurück. Deren geplante Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt am ersten G20-Gipfeltag bleiben damit vorerst verboten. Die Antragsteller können aber noch Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

Alle Informationen rund um den G20-Gipfel erfahren Sie in unserem G20-Ticker.*

dpa

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