Basis für Höcke-Ausschluss?

Gauland: Petry dividiert AfD künstlich auseinander

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Frauke Petry und Vize Alexander Gauland

Berlin - In der AfD-Führung wird wieder gestritten: Vize-Chef Gauland wirft Frauke Petry eine unnötige Spaltung der Partei vor - und vermutet Kalkül.

Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland rügt den Antrag seiner Parteichefin Frauke Petry, mit dem sie auf dem Kölner Bundesparteitag in zwei Wochen eine Entscheidung über den künftigen Kurs erzwingen will. Die Unterschiede in den strategischen Zielen zwischen ihm und Petry seien nicht so groß wie von Petry dargestellt. 

„Das ist ein künstliches Auseinanderdividieren eigentlich gar nicht so weit auseinanderliegender Positionen“, sagte er dem Tagesspiegel. Er sei etwa Petrys Meinung, dass die AfD auch Regierungsverantwortung übernehmen müsse, wenn sie stark genug sei.

Lesen Sie unter diesem Link die Umfragewerte der AfD zur Bundestagswahl 2017.

„Ideologische Basis“ für Höcke-Ausschluss?

Gauland äußerte die Vermutung, dass Petry mit dem Antrag „eine ideologische Basis“ für den Ausschluss des wegen rechtsradikaler Äußerungen umstrittenen Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke legen wolle. Er hatte bereits vergangene Woche kritisiert. Partei-Vize Albrecht Glaser sagte dem Blatt: „Die spannende Frage ist, ob der Antrag beim Parteitag überhaupt auf die Tagesordnung kommt.“

Petry hatte einen Antrag zur „strategischen Ausrichtung der AfD“ veröffentlicht. Der Antrag, über den der Stern zuerst berichtete, wurde von Beobachtern als Kampfansage Petrys an ihre Rivalen in der rechtspopulistischen Partei gewertet. 

Die Delegierten sollen am 22. April in Köln über das Wahlprogramm und die Spitzenkandidatur entscheiden. Petry appelliert schon jetzt an sie, den von ihr formulierten Antrag für einen „realpolitischen Weg einer bürgerlichen Volkspartei“ zu unterstützen und der von einigen AfD-Funktionären vertretenen „fundamentaloppositionellen Strategie“ eine Absage zu erteilen.

dpa

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