„Hamburg war Fehlentscheidung“

GdP zu G20: Auch bayerische Einsatzkräfte fürchteten um Leib und Leben

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Polizisten aus Bayern kesseln am 7. Juli in Hamburg Demonstranten ein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Hass- und Gewalttaten beim G20-Gipfel stark kritisiert. Auch bayerische Einsatzkräfte mussten demnach um Leib und Leben fürchten.

In einer Pressemitteilung übt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) starke Kritik am G20-Gipfel in Hamburg, der an diesem Wochenende stattgefunden hat. Begleiten Sie die Entwicklungen in unserem News-Ticker.

Die GdP schreibt:

„Unsere Einsatzkräfte, auch aus Bayern, mussten um Leib und Leben fürchten, weil Gewaltbereite, völlig außer sich, mit Geschossen, Steinen, Flaschen u. a. Gegenständen unsere Kolleginnen und Kollegen attackierten. Es kann nicht sein, dass der Staat diese Taten ungestraft zulässt und deshalb fordern wir als GdP die Festgenommenen und der Straftaten überführten Gewalttäter schonungslos hart abzuurteilen.

Über 280 verletzte Beamte sind ein trauriges Bild, das der G 20-Gipfel in Hamburg zurücklässt. Die Frage, die sich jetzt stellt ist, ob Hamburg der richtige Ort für diesen Gipfel war. Aus unserer Sicht eine Fehlentscheidung, die von Anfang an umstritten war.

Die Polizeikräfte waren personell hart am Limit. Mit diesem Ausmaß an Hass und Gewalt hat niemand gerechnet. Dies wird für die Zukunft bei ähnlichen Anlässen neue einsatztaktische und personelle Überlegungen erfordern. Über 280 verletzte Beamte, brennende Fahrzeuge, Sachbeschädigungen und über 100 Festgenommene sind die beschämende Bilanz. Umso mehr sind wir verwundert, dass der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, in einem Fernsehsender am 1. Gipfeltag behauptete, es sei alles unter Kontrolle.

Auch die Äußerungen von Frau Kipping von der Linkspartei können nur Unverständnis und Kopfschütteln hervorrufen. Sie hatte in den Medien behauptet dass die Aggressionen von der Polizei ausgingen. Solche „Volksvertreter“ sollten sich überlegen, welchen Eid sie im Parlament geleistet haben.“

Zuvor hatte bereits die Linken-Parteichefin Katja Kipping die Polizei für die Eskalation beim Gipfel verantwortlich gemacht, woraufhin sich die Gewerkschaft wehrte.

mm/tz

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser