Fälschung möglich, Unterhaltungswert hoch

Geheimer Twitter-Account im Weißen Haus?

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Trump trete im weißen Haus auf wie ein König,  twittert „Rogue POTUS Staff“.

Washington - Auf Twitter verrät „Rogue POTUS Staff“ interne Details über Donald Trump. Ob hinter dem Profil wirklich ein Mitarbeiter steckt, ist nicht klar. Das „Insiderwissen“ ist mitunter aber amüsant.

US-Präsident Donald Trump hat viele Gegner. Sie demonstrieren in den USA, Europa und sogar Südkorea. Als Trump das Einreiseverbot verhängte und sich Justizministerin Sally Yates dagegen aussprach, feuerte er sie. Kritik ist im Weißen Haus offenbar nicht erwünscht. Möglicherweise gibt es aber dennoch einen Kreis von Widerständlern im Regierungssitz, gegen den der Präsident nichts unternehmen kann. Das „inoffizielle Widerstandsteam innerhalb des Weißen Hauses“ twittert als „Rogue POTUS Staff“. Ob sich dahinter allerdings wirklich ein „skrupelloser Präsidenten-Angestellter“ verbirgt, steht nicht fest. Er hält sich bedeckt, schreibt in seinem Profil, dass er jeden blockiere, der ihn nach seiner Identität fragt. Es könnte sich um ein Fake-Profil handeln. 

Twitter-Account hat 583.000 Follower

Dass es im Weißen Haus jemanden gibt, der via Twitter über Trump plaudert oder jemanden mit Insiderwissen versorgt, ist allerdings nicht abwegig.

Trump hat sich als Präsident so schnell unbeliebt gemacht wie kein anderer. Ob echt oder nicht, viele Menschen interessiert scheinbar, was „Rogue POTUS Staff“ von sich gibt. Der Twitter-Account, der seit Januar online ist, hat bereits 583.000 Follower. 

Unter den bislang 322 Tweets finden sich ein paar Beschreibungen über Trump. Zum Beispiel, dass er der Präsident sein will, der wie ein König in Erinnerung bleibt.

Oder wie stolz er auf sich war, als er Neil Gorsuch in den Supreme Court geschickt hat. „Der Präsident sagt, das Land sollte ihm danken für die beste Nominierung der Geschichte.“

Nach Theresa Mays Besuch soll Trump gesagt haben, dass er hoffe, „sie mochte uns. Sie hatte allerdings nicht viel anzubieten.“

Einmal soll er in seinem Büro geschrien haben: „Wissen sie denn nicht, dass ich der f... Präsident bin?“

Mitunter versorgt „Rogue POTUS Staff“ seine Follower aber auch einfach nur mit amüsanten Inhalten. Einem Foto von Trump zum Beispiel, in dem sich der Unbekannte selbst verewigt hat.

Oder der Information, dass Treppensteigen im Weißen Haus nicht nötig ist - es gibt drei Aufzüge.

Nach der Inauguration soll Trump herumgefragt haben, wer Photoshop-Kenntnisse habe, um die Fotos etwas aufzuhübschen.

Und wenn es nach „Rogue POTUS Staff“ geht, ist er nicht der Einzige, der Witze über Trump macht. Im Büro werde darüber gelacht, dass Trump in der einen Woche mehr Aufmerksamkeit der Medien wollte, in der anderen Woche weniger. 

Die Hoffnung des Twitterers: „Vielleicht geht er nächste Woche in den Urlaub und lässt uns allein.“ Aber wie gesagt, all diese Tweets könnte sich auch einfach jemand ausgedacht haben.

scw

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