Mindestens bis 2008

Schröder auch nach Kanzlerschaft ausgespäht

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Altkanzler Gerhard Schröder am Telefon.

Berlin - Die USA haben Gerhard Schröder noch lange nach seiner Kanzlerschaft ausgespäht. Die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice erhielt 2008 noch vertrauliche Dossiers über Schröder.

US-Geheimdienste haben nach „Focus“-Informationen Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) auch nach seiner Regierungszeit ausspioniert - wegen seiner Wirtschaftskontakte zu Russland. Schröder war ein halbes Jahr nach Ende seiner Kanzlerschaft auf Vorschlag von Präsident Wladimir Putin 2006 Aufsichtsratschef des russisch-deutschen Gasleitungsprojekts Nord Stream geworden. Die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice habe im Januar 2008 in der Berliner US-Botschaft vertrauliche Dossiers über Schröders enge Kontakte zu Putin ausgehändigt bekommen, berichtete das Magazin unter Berufung auf US-Diplomaten.

In einer der Verschlussakten sei es um Sondierungen der beiden Männer gegangen, den US-Dollar als Leitwährung im bilateralen Rohstoffhandel durch den Euro zu ersetzen. Daraufhin habe die US-Regierung mittels eines lancierten Medienberichts vor Angriffen auf die amerikanische Wirtschaftsdominanz gewarnt. Auch ein britischer Kontaktmann Schröders sei von den Geheimdiensten NSA und CIA ausspioniert worden.

Dass US-Geheimdienste auch politisch relevante Unternehmen ausspionieren, überrascht kaum. Der nach Russland geflohene US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden hatte das erst vor kurzem bestätigt.

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dpa

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