Vorwürfe von Menschenrechtsorganisation

Gesetzesbruch? USA weisen Asylsuchende angeblich illegal ab

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Grenzbeamte in Tijuana, Mexiko

Washington/Tijuana - Verstoßen die USA gegen geltende Gesetze? Menschenrechtler werfen dem Land vor, Asylsuchende widerrechtlich abzuweisen. Zuletzt habe sich das Problem verschärft.

US-Grenzschützer weisen laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights First an der Grenze zwischen Mexiko und den USA illegal Asylsuchende zurück. Die Organisation beklagt in einem frisch veröffentlichten Bericht, die Asylsuchenden würden oftmals abgewiesen, bevor ihr Anliegen von zuständigen Verwaltungsstellen oder Gerichten geprüft wurde. Dieses Vorgehen verstoße gegen die geltenden Gesetze und internationalen Verpflichtungen der USA.

Abweisendes Verhalten hat sich verschärft

Für die Studie wurden die Aussagen von 125 Asylbewerbern ausgewertet, die zwischen November 2016 und April 2017 in die USA zu gelangen versuchten. Sie bezieht sich also auf das Ende der Amtszeit von Präsident Barack Obama und die ersten Monate der Amtszeit seines Nachfolgers Donald Trump. Seit der Präsidentschaftswahl habe sich das abweisende Verhalten der Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection, CBP) verschärft, sagte die Sprecherin von Human Rights First, Corinne Duffy.

Einige der Asylsuchenden berichteten von Fehlauskünften der Grenzschützer, wonach überhaupt keine Asylbewerber mehr ins Land gelassen würden - oder nur noch Christen. Durch die Rhetorik der neuen Regierung habe sich unter den Asylsuchenden "Angst" breit gemacht, sagte Duffy. Abgewiesene Asylsuchende sind der Studie zufolge einem erhöhten Risiko von Entführungen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen ausgesetzt.

Die Grenzschutzbehörde verzeichnete für den Zeitraum Dezember 2016 bis März 2017 rund 8000 Asylbewerber. Zu dem Bericht von Human Rights First wollte sich die CBP nicht äußern.

AFP

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