Giftgas-Einsatz in Syrien

Johnson und Ayrault drohen Assad Folgen an

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Eine mutmaßliche Giftgasgranate nach vermutlichem Giftgasangriff in Syrien

London - Die Außenminister von Großbritannien und Frankreich haben der syrischen Regierung strafrechtliche Folgen wegen des mutmaßlichen Giftgas-Angriffs auf den Ort Chan Scheichun angedroht. Syrien weist jede Schuld von sich.

„Es wird keine Straffreiheit geben“, schrieben Boris Johnson und Jean-Marc Ayrault in einem gemeinsam verfassten Gastbeitrag für den britischen „Guardian“ am Samstag. Die beiden Politiker ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Regierung von Syriens Präsident Baschar Al-Assad für verantwortlich für die mutmaßliche Giftgas-Attacke im Norden Syriens halten. Bei dem Vorfall waren am 4. April rund 80 Menschen getötet worden.

„Britische Wissenschaftler haben Proben von den Opfern des Angriffs untersucht. Sie wurden positiv auf (das Nervengas) Sarin oder eine ähnliche Substanz getestet“, schrieben Johnson und Ayrault. Nur die syrische Regierung habe die Fähigkeit, einen solchen Angriff auszuführen. Beweise dafür erhoffen sie sich von einer Untersuchung durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). „Wir vertrauen diesem Prozess und unterstützen ihn vollkommen.“

Auch die syrische Regierung hatte versprochen, die Untersuchung zu unterstützen, zugleich aber Zweifel an deren Glaubwürdigkeit geäußert. Auch aus Russland und dem Iran kam Kritik an der Untersuchung, weil die in der Türkei vorgenommen wird und nicht in Syrien. Johnson und Ayrault dagegen warfen den Assad-Verbündeten in Moskau und Teheran vor, die Verbrechen der syrischen Regierung zu verschleiern.

dpa

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