Kurz vor Beginn der Verhandlungen

Goodbye, „harter Brexit“? Dieses Zugeständnis macht Theresa May den EU-Bürgern

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Theresa May: Verlässt sie ihren harten Brexit-Kurs?

Die Verhandlungen zum Brexit stehen kurz bevor. Mit einem Versprechen an die EU-Bürger will Theresa May den Deal erleichtern. Positioniert sich die Premierministerin neu?

Kurz vor Beginn der Brexit-Verhandlungen erwägt Premierministerin Theresa May einem Bericht zufolge, EU-Bürgern in Großbritannien auch nach dem EU-Austritt weitgehende Rechte zu gewähren. So könnte die britische Regierung EU-Bürgern weiter gestatten, Ehepartner aus Nicht-EU-Staaten ins Land zu bringen, wie der „Telegraph“ (Donnerstag) unter Berufung auf Regierungskreise berichtete.

Ein weiterer Vorschlag wäre demnach, fast einer Million EU-Bürgern vorzeitig das Bleiberecht in Großbritannien zu geben. Normalerweise müssen sie dafür mindestens fünf Jahre im Land gelebt haben.

Mit den Konzessionen an EU-Bürger wolle die britische Regierung den für die kommende Woche geplanten Start der Austrittsverhandlungen mit Brüssel erleichtern, so der Bericht. Bei den bevorstehenden Gesprächen stehen die Rechte der 3 Millionen EU-Bürger in Großbritannien sowie die Rechte der 1,5 Millionen Briten auf dem Kontinent an erster Stelle.

May scheint sich neu zu positionieren

Ursprünglich wollte Großbritannien mit dem EU-Austritt auch die Einwanderung begrenzen und dafür aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten. Denn ein freier Handel innerhalb Europas setzt auch die Freizügigkeit seiner Bürger voraus. Nach heftiger Kritik an einem solchen „harten Brexit“, scheint May sich nun neu zu positionieren.

Der Beginn der Brexit-Verhandlungen ist für den kommenden Montag geplant. Zuletzt war aber ungewiss, ob sie wegen der nochlaufenden Gespräche über eine Minderheitsregierung in Großbritannien fristgerecht starten können. Mays Konservative hatten bei der Parlamentswahl am vergangen Donnerstag ihre Mehrheit verloren und suchen nun die Unterstützung der nordirischen DUP.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser