Flüchtlinge

Grenze zu Österreich: Mit dieser Taktik umgehen Schleuser die Kontrollen

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Ein Polizist steht an einer Kontrollstelle der Bundespolizei an der Autobahn A 3 kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze. 

Seit der Flüchtlingskrise 2015 wird an der Grenze zu Österreich streng kontrolliert. Neue Zahlen zeigen jedoch, dass Schleuser mittlerweile eine andere Taktik fahren.

Die Bundespolizei hat einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen Monaten vor allem an der Grenze zu Tschechien geschleuste Flüchtlinge registriert. Die Zahl liege deutlich höher als an der Grenze zu Österreich, berichtete die "Welt" am Dienstag unter Berufung auf das Präsidium in Potsdam.

Demnach wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres an der Grenze zu Tschechien 134 geschleuste Menschen in Lastwagen und 133 in Kleintransportern entdeckt. Das seien deutlich mehr als an der Grenze zu Österreich: Dort waren es dem Bericht zufolge im gleichen Zeitraum 67 Menschen in Lastwagen und 70 in Kleintransportern.

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Seit Juni des vergangenen Jahres sei die Gesamtzahl gestiegen, hieß es. Die Verteilung sei aber bereits ähnlich gewesen. Den Angaben zufolge wurden zwischen Juni und Dezember 2017 an der Grenze zu Österreich insgesamt 128 geschleuste Flüchtlinge entdeckt. An der Grenze zu Tschechien waren es demnach 204.

"Das Risiko einer Entdeckung wird nur durch eine präsente Polizei, die eine hohe Kontrolldichte ermöglicht, und durch Fahndungsdruck erhöht", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, dem Blatt. Er forderte, dass "die Personalstärke der Bundespolizei auch an der Grenze zu Tschechien stabilisiert" werde.

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afp

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