Aktivistin auf Boot über den Atlantik

Greta Thunberg segelt auf Atlantik in Richtung USA - und geht kuriose Wette ein

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Greta Thunberg ist auf einem Segelboot unterwegs.

Die Segeljacht „Malizia“ mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg befindet sich im Zeitplan auf ihrer Fahrt nach New York.

  • Klimaaktivistin Greta Thunberg wird im September am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen 
  • Aus Klimagründen verzichtet die 16-Jährige aufs Fliegen und reist stattdessen auf einem Renn-Segelboot.
  • Doch wie klimafreundlich die Aktion ist, wird aktuell diskutiert.
  • Zwei Wochen lang will Thunberg gemeinsam mit ihrem Vater, einem Filmemacher und einem Royal den Atlantik überqueren. 
  • Die Atlantiküberquerung ist am Mittwoch von Plymouth/England gestartet.

Update vom 21. August, 6.40 Uhr: „Wir sind happy mit dem Wetter und den weiteren Aussichten“, sagte der Hamburger Skipper Boris Herrmann der Deutschen Presse-Agentur. Rund 1500 Seemeilen hat die „Malizia“ geschafft, etwa 1700 Seemeilen sind es noch. Nach aktueller Prognose wird die „Malizia“ am 27. oder 28. August in New York eintreffen. „Wir segeln in angenehmen Winden um 13 Knoten, die Sonne scheint“, sagte der 38-Jährige am Dienstagabend am Telefon.

Herrmann sagte dazu, die Crew habe natürlich mitbekommen, dass sich die Menschen mit der Reise auseinandersetzten. „Grundsätzlich finden wir es aber positiv, dass man sich mit dem Fliegen auseinandersetzt und Flüge als Problem erkennt. Das ist es ja, was wir wollen.“ Der Skipper begründete die Unterstützung von Thunberg und ihren Zielen grundsätzlich. „Man kann nicht alle Verantwortung auf individueller Ebene lösen. Die Diskussion um unsere Reise ist sehr kurzfristig, wenn man darüber nachdenkt, was die Intention ist: Es muss sich politisch was verändern. Unsere Flüge ändern nichts daran, dass Greta emissionsfrei nach New York kommt. Wir selbst sind ohnehin ein Rennteam und würden sonst in dieser Zeit trainieren und auch fliegen.“

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Auf der langen Segelreise: Greta Thunberg geht mit dem Skipper kuriose Wette ein

Update vom 20. August, 16.19 Uhr: Greta Thunberg hat sich auf der Hochseejacht „Malizia II“ auf die lange Reise nach New York begeben. Ein gutes Stück haben sie und die Crew der Jacht bereits zurückgelegt. Aber rund 3500 Kilometer muss Greta noch segeln, bevor sie in der US-Metropole ankommt. 

Greta Thunberg und ihre Crew werden wohl noch gut eine Woche auf hoher See bleiben, bevor sie wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Derweil vertreiben sich die Segler die Zeit mit „Zeichnen und Spielen“. Diese ungewöhnlichen Reisespaß teilt Skipper Boris Herrmann auf Twitter. Bei einem der Spielchen an Bord handelte es sich offenbar um eine Wette. So tippt Herrmann, dass die Ankunft in New York der 26. August um 12 Uhr sein wird. Greta Thunberg tippt demnach auf den 28. August. Noch ist nicht klar, wer gewinnt. 

„Camping auf einer Achterbahn“ - So geht es Greta Thunberg auf hoher See

Update vom 18. August, 14.26 Uhr: Greta Thunberg meldete sich am fünften Tag ihrer Atlantik-Überquerung erneut via Twitter zu Wort. Bislang scheint der Trip gut zu verlaufen. Die 16-Jährige Klimaaktivistin sendete via twitter ein Selfie auf hoher See ins Netz und postete dazu ihre genaue Position. Demnach befinden sich Greta, sowie ihr Vater und die Schiffs-Crew mitten im Ozean, in etwa auf der Höhe von Nordspanien und der Inselgruppe der Azoren. Damit hat die Schwedin schon fast ein Drittel ihrer Reise hinter sich gebracht.

Erfreulich für die Aktivistin: Das Wetter scheint bislang mitzuspielen. Zu ihrem Selfie schrieb Greta Thunberg: „Ein sonniger Tag mit angenehmen Winden“. 

Einen noch besseren Eindruck von der aktuellen Reise-Situation sendete am Sonntag der Skipper Boris Herrmann ins Netz. Er schrieb via Twitter: „Wir bereiten uns auf ein schönes Sonntags-Essen vor. Letzte Nacht sind wir weiterhin mit 24 Knoten unter hellem Mondlicht gefahren“. Das ist fast die Höchstgeschwindigkeit der „Malizia“. 

Video: Greta ist „Game Changer of the year“

Zudem berichtet Herrmann, dass die Crew gut geschlafen habe und sich langsam auf „diesen speziellen Lifestyle des Campings auf einer Achterbahn“ einstellen. Dazu gab es ein Video, auf dem Greta Thunberg Kniebeugen an Bord macht, ein Besatzungsmitglied Zähne putzt. Zudem wird nach seinen Angaben Musik gehört, die auf dem Video aber nicht zu hören ist. Die Stimmung scheint dennoch gut zu sein.

Greta Thunberg auf dem Atlantik: Seereise wie „Camping auf einer Achterbahn“ 

Update vom 18. August: Immer mal wieder meldet sich Greta Thunberg via Twitter von ihrer Atlantiküberquerung. „Das Leben auf der Mailiza II ist wie Camping auf einer Achterbahn“, twitterte die Aktivistin am Samstag. Sie habe gut gegessen und geschlafen und bisher keine Seekrankheit.

Greta Thunberg: Flaute auf See - Kritik an Flügen der Crew in die USA

Update vom 17. August: Wie Skipper Boris Herrmann auf Twitter verkündet, hat Team Greta derzeit mit einer Flaute zu kämpfen. Man vertreibe sich die Zeit mit ein paar Spielen.

Update vom 16. August 2019, 21.05 Uhr: Nun hat sich die Managerin des Segelteams, mit dem Greta Thunberg und ihr Vater nach New York reisen, zu der Kritik an den Langstreckenflügen geäußert, die notwendig sind, um die Yacht wieder nach Europa zu bringen. Laut Holly Cova fliegen nur zwei Crewmitglieder in die USA. Insgesamt fallen damit nur vier Langstreckenflüge an und nicht wir ursprünglich berichtet sechs Flüge. Das berichtet Spiegel Online. Wären Thunberg und ihr Vater in die USA geflogen und anschließend wieder zurück, würde dieselbe Anzahl an Flügen anfallen, betont Crewmanagerin Cova.

Das Team rund um Skipper Boris Herrmann habe die Entscheidung der Flugreisen im Alleingang getroffen. „Wir haben die Reise nach New York sehr kurzfristig zu unserem Plan hinzugefügt, und als Folge müssen zwei Leute in die USA fliegen, um das Boot zurückzubringen“, wird sie von Spiegel Online zitiert. Außerdem sagte sie: „Wir erkennen an, dass dies keine perfekte Lösung ist. Aber Ausgleichen ist besser, als nichts zu tun. Die Menschheit hat noch keinen Weg gefunden, um einen Ozean zu überqueren, ohne einen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen.“ Cova unterstrich, dass das Team die CO2-Ausstöße seiner Flüge durch Kompensationszahlungen ausgleiche.

Greta - altkluge Göre oder notwendig Stimme? Entscheiden Sie

Experte rät Greta Thunberg zu Treffen mit Trump - aus ganz bestimmten Grund

Update vom 16. August 2019, 10.25 Uhr: Die anhaltende Medienpräsenz von Greta Thunberg sei kein Selbstläufer. So schätzt ein Experte das Autftreten der jungen Schwedin in der Öffentlichkeit ein. „Da muss Neues passieren“, sagt Volker Lilienthal, Professor für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Ein Beispiel sei die Gelegenheit, den US-Präsidenten Donald Trump zu treffen. „Sie sieht darin keinen Sinn. Aber ich gehe jede Wette ein, dass in ihrem Unterstützerteam diese Frage immer noch gewogen wird. Denn mit Trump zusammenzutreffen - egal, was dabei herauskommt -, ist natürlich wieder ein Kameraevent. Insofern wäre es im Rahmen der Kampagne sehr attraktiv.“

Die Aufmerksamkeit der schnelllebigen Medienbranche verlange „immer neuartige Aktionen“, sagte Lilienthal. Entweder in der Art und Weise oder in der Größe des Events. Auch Trumps Einladung auszuschlagen, sei eine Option, jedoch nicht die PR-wirksamste. „Das ist eine Aktion, das ist eine bewusste Verweigerung, für die es sicherlich auch gute Gründe gibt, und darüber werden auch Nachrichtenmedien schreiben und die Gründe mitteilen. Aber der kleine Satz „Ich will mit dem nicht sprechen“ hat nicht so einen Effekt, wie wenn es wirklich zu einem Zusammentreffen in der wirklichen Welt käme“, sagte Lilienthal.

Thunberg provoziere Trump dann vielleicht in irgendeiner Weise - oder erreiche vielleicht sogar etwas. „Das kann aber nur eintreffen, wenn es zu dem Zusammentreffen kommt. Das reale Zusammentreffen wäre vom Medieneffekt her ungleich größer als die kluge Verweigerung.“

Bitterer Klima-Flop: Verursacht Greta Thunbergs Segel-Törn mehr CO2-Ausstoß als ein normaler Flug?

Update 20.30 Uhr: Klimafreundlich soll er sein, Greta Thunbergs Segeltörn in die USA. Doch ist er das wirklich? Eigentlich nicht - das berichtetet jedenfalls die klimaschützerischen Anliegen durchaus wohlgesonnene taz. Die Zeitung bezieht sich auf Aussagen von Andreas Kling. Er ist der Pressesprecher von Thunbergs Skipper Boris Herrmann.

Kling hatte erklärt, dass nach der Ankunft fünf Mitarbeiter in die USA reisen würden, um die Yacht in Empfang zu nehmen und auf ihr zurückzusegeln. „Natürlich fliegen die da rüber, geht ja gar nicht anders“, zitiert ihn die taz. Der Skipper werde wiederum mit dem Flugzeug zurück nach Europa reisen. Das bedeutet: Thunbergs Segeltrip nach New York hat zur Folge, dass sechs Personen einen Langstreckenflug antreten müssen.

Video: Greta Thunberg zur Klimakonferenz aufgebrochen

Laut dem Emissionsrechner der Organisation atmosfair verursacht ein solcher Flug 1.800 Kilogramm Kohlendioxid. Das entspricht mehr als drei Viertel von dem, das jeder Mensch pro Jahr verursachen darf, wenn das Ziel der Erderwärmung um zwei Grad Celsius eingehalten werden soll. Hätten sich Greta Thunberg und ihr Vater dazu entschieden, mit dem Flugzeug nach New York zu fliegen, wäre das für die Klimabilanz deutlich besser gewesen - lediglich vier Langstreckenflüge hätten auf diesem Wege zu Buche geschlagen.

Gegenüber der taz erklärt Pressesprecher Kling außerdem, dass die Abfahrt, zu der hunderte Journalisten, Zuschauer und Unterstützer angereist waren, ebenfalls einen enormen Ausstoß an Treibhausgasen verursacht habe. „Natürlich wäre es umweltschonender gewesen, nicht darauf aufmerksam zu machen, dass wir dringend etwas tun müssen gegen die Klimakrise. Aber wenn keiner darauf aufmerksam macht, dann tun wir auch nichts.“

Derzeit wird laut Kling noch geprüft, wie die Rückreise Thunbergs vonstatten gehen soll. Zur Debatte steht offenbar, dass die 16-Jährige und ihr Vater mit einer regulären Fahrt eines Containerschiffs wieder nach Europa kommen. Das könnte die klimafreundlichste Reisemöglichkeit für sie sein.

Greta Thunberg startet gleich mit Problemen - Aktivistin muss schon jetzt den Kurs wechseln

Update 10.34 Uhr: Starke Wellen sorgten wohl für einen ersten Kurswechsel bei Greta Thunberg und Crew. Geplant war, zunächst nördlich an der Südküste Irlands vorbeizusegeln. Doch dort sind die Wellen stark. Das berichtet Bild.de.

Nun schippert die Besatzung der „Malizia“ an der französischen Küste vorbei. Dort soll die See etwas ruhiger sein. Laut windy.com befindet sich das Boot aktuell auf der Höhe von Brest (Frankreich). Ebenfalls dort auf der Karte zu erkennen: Teile des nördlichen Atlantiks sind lila bis dunkelrot eingefärbt, dort ist hoher Wellengang zu erwarten. Auch Regen und Gewitter könnte die Besatzung rund um Greta Thunberg bald treffen. An südlichen Stellen im Atlantik zeigt die Karte aktuell ruhigere Bedingungen.

Greta Thunberg will Atlantik mit Segelboot überqueren - erst seekrank, dann dunkle Wolken 

Update vom 15. August, 9.38 Uhr: Die erste Nacht auf dem Renn-Segelboot ist überstanden. Die ersten mehr als 50 Kilometer haben Greta Thunberg und Crew auf dem Weg in Richtung New York hinter sich gebracht. Kurz nach ihrer Abfahrt postet die 16-Jährige ein Foto von der Hochseejacht „Malizia“, im Hintergrund sind schwarze Wolken zu sehen. Skipper Boris Herrmann twitterte ebenfalls erste Bilder vom Boot. Zu sehen ist Greta, wie sie sich über die Reling beugt und scheinbar einen Delfin im Wasser beobachtet. Auf einer Livekarte kann die Fahrt verfolgt werden - auch mit Blick auf die aktuellen Wetter-Verhältnisse.

Greta droht Fiasko: Erst seekrank bei Generalprobe - dazu auch noch miese Aussichten

Update vom 14. August, 16.41 Uhr: Greta Thunbergs große Reise über den Atlantik beginnt. Die Klimaaktivistin aus Schweden ist von Großbritannien aus in Richtung New York in See gestochen. Gemeinsam mit den Profiseglern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi legte die 16-Jährige mit der Hochseejacht „Malizia“ im englischen Plymouth ab. An Bord befinden sich ebenfalls Thunbergs Vater Svante und der Filmemacher Nathan Grossman, der eine Dokumentation über die Atlantiküberquerung plant. Die Reise dürfte rund zwei Wochen dauern.

Die Klimaaktivistin hält Kreativität für ihr Erfolgsrezept. „Am Anfang hat man meine Stimme nicht gehört. Ich habe es weiter versucht, bis ich meinen Weg gefunden hatte, damit man mir zuhört. Man muss kreativ sein“, sagte die 16-Jährige zu Journalisten und Schaulustigen, kurz bevor sie an Bord ging.

Thunberg fliegt nicht, weil Flugreisen immense Mengen Treibhausgase ausstoßen. Deshalb hatte sie länger nach einer klimaschonenderen Alternative für die Reise nach Amerika gesucht, wo sie unter anderem im September am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen will. Ende Juli hatte Thunberg schließlich bekanntgegeben, mit der mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen ausgestatteten „Malizia“ über den Atlantik reisen zu wollen.

Greta Thunberg: Seekrank beim Probesegeln - jetzt droht auch mieses Wetter

Update 12.28 Uhr: Es wird immer deutlicher, wie beschwerlich diese Reise für Greta Thunberg tatsächlich sein wird. Wie jetzt bekannt wurde, litt die 16-Jährige beim Probesegeln an Seekrankheit. Aber das sei „zu erwarten“ gewesen, sagte die Klimaaktivistin und zeigt sich vor Reisebeginn zuversichtlich auf Twitter.

Der Start in Plymouth/England ist mittlerweile von 16 Uhr deutscher Zeit auf 17 Uhr verlegt worden - allerdings ist dieser vom Wetter abhängig und die Vorhersagen sind nicht optimal. Nach Informationen von wetter.com steht ein Sturmtief mit Windböen an, es ist kühl und regnerisch. Kurz vor Gretas Start gab es Wirbel wegen eines Fotos, das sie mit Vermummten zeigt.

Greta Thunberg und Vater reisen auf Renn-Segelboot über den Atlantik

Erstmeldung vom 13. August 2019: Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg wagt sich auf eine abenteuerliche Reise: Die 16-Jährige will gemeinsam mit ihrem Vater auf einer Yacht über den Atlantik reisen. Ihr Ziel ist die UN-Vollversammlung in New York Ende September.

Ausgesucht hat sich Greta für ihre Überfahrt das Schiff „Malizia II“, mit dem sie vom südenglischen Plymouth aus am Mittwoch, 14. August, starten möchte. Die genaue Uhrzeit hängt allerdings vom Wetter ab. Knapp zwei Wochen wird die Reise bis in den Hafen von New York dauern. Knapp 3000 Seemeilen werden Greta, ihr Vater und die Besatzung in dieser Zeit zurücklegen. 

Dieser blaue Eimer dient als Toilette

Greta Thunberg reist mit Segelboot über Atlantik - Komfort gleich null

Begleitet wird Greta Thunberg auf der Reise von ihrem Vater Svante Thunberg, einem Filmemacher, sowie zwei Profi-Seglern. Darunter ist auch der Deutsche Boris Herrmann. Der Skipper zeigte sich bereits vor der geplanten Abfahrt am 14. August von der jungen Aktivistin beeindruckt: „Sie ist bereit, das Unbekannte und ein Stück weit auch Unkontrollierbare für ihre Mission in Kauf zu nehmen. Das zeigt, wie weit Greta für ihre Botschaft bereit ist zu gehen“.

Viel Komfort werde die 16-jährige Schwedin auf der Hochseejacht „Malizia“ nicht genießen können. „Eine Rennjacht ist nie komfortabel, sondern bietet im Bestreben um Leichtigkeit nur die minimalste Ausstattung“, sagte der Segelprofi, der im Süden Englands bereits mit Thunberg zusammengetroffen ist. Das Schiff ist auf das Wesentliche ausgerichtet: Schnell zu fahren.

Am Komfort wurde deshalb auf dem knapp 20 Meter langen Boot extrem gespart. So ist zum Kochen lediglich ein Gaskocher an Bord. Geschlafen wird in zwei relativ kleinen Rohrkojen. Eine Dusche oder Toilette sucht man auf dem Segelschiff dafür vergeblich, wie die faz berichtet. Die minimale Komfort-Ausstattung hat aber einen großen Effekt: Mehr Geschwindigkeit: Bis zu knapp 46 Kilometer pro Stunde (25 Knoten) erreicht die „Malizia“ auf dem Meer.

Der zweite Profi-Segler an Bord ist Pierre Casiraghi, der selbst auch kein Unbekannter ist: Er ist der Sohn der monegassischen Prinzessin Caroline. Zudem sollen namhafte Meteorologen und Mediziner engagiert worden sein, die die Reise vom Land aus betreuen.

Greta Thunberg im Segelboot über den Atlantik - wie kam es dazu?

Doch wie kam es eigentlich zu diesem Reiseplan und der Besatzung? Greta Thunberg hatte sich auf die Suche nach einem möglichst emissionsfreien Weg in die Staaten gemacht. Denn die 16-Jährige will in New York bei der UN-Klimakonferenz im September teilnehmen.

Greta fragte im Juni via Twitter in die Welt, wie sie denn klimaneutral den Kontinent wechseln könnte. Der Segler Herrmann und seine Crew antworteten relativ schnell auf das Gesuch, wie die faz berichtet. Demnach gab es auch andere Yacht-Angebote. Diese kamen aber nicht infrage, da die Schiffe entweder mit Werbung übersät waren oder aber zu viel Diesel verbrauchten. 

„Wir haben Greta und ihren Vater offenbar mit unserer umweltfreundlichen Segelweise und unserem jahrelangen Engagement, Kinder und Jugendliche für Umweltthemen zu begeistern, überzeugt“, so Herrmann gegenüber dem Blatt. Der deutsche Segler ist selbst sehr engagiert, schrieb seine Diplomarbeit über nachhaltiges Management und hält des Öfteren Vorträge in Schulen zum Thema Meeresschutz und Klima.

Deshalb ist es für Herrmann auch ein persönliches Anliegen Greta mit der Reise in ihrem Wirken und Handeln zu unterstützen. 

Video: Greta Thunberg segelt zur Klimakonferenz in New York

Zuvor hatte Greta Thunberg für Wirbel gesorgt, als sie sich bei einem Besuch des Hambacher Forstes mit einer vermummten Frau abbilden hatte lassen.

Auf ihrem Segeltrip wird Greta Thunberg auch über ein riesiges Süßwasser-Reservoir hinweg fahren, über dessen Außmaß Forscher erst jetzt bescheid wissen. 

Gigantischer Gletscher bricht ab und begräbt beinahe Kajakfahrer - unfassbares Video 

DieMutter der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg stand 2009 in Moskau beim Eurovision Song Contest auf der Bühne und sorgte dort mit ihrem Aussehen für viel Aufmerksamkeit. Extratipp.com berichtet darüber.

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rjs/dpa

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