Hart aber fair

Geheimdienst-Experte: Diesen Kampf wird Trump verlieren

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Das Thema bei Frank Plasberg (r.) und seinen Gästen: Donald Trump.

Der ARD-Talk beschäftigte sich mit Donald Trump - mal wieder. Dabei stand vor allem das zerüttete Verhältnis zwischen dem Präsidenten und seinen Geheimdiensten im Fokus. 

Köln - Seine permanent Aufsehen erregenden Kurznachrichten auf Twitter, der Stress mit den eigenen Geheimdiensten und die Ermittlungen wegen der „Russland-Affäre“: Die weltweiten Diskussionen um Donald Trump kommen nicht zum Stillstand. Auch im ARD-Talk „Hart aber fair“ setzte sich am Montagabend ein Quintett unter der Anleitung von Gastgeber Frank Plasberg mit den jüngsten Skandalen des US-Präsidenten auseinander.

„Außer Kontrolle – wie gefährlich ist Trump für die Welt?“, wollte Plasberg von seinen Gästen wissen. Die waren sich einig: Trump mache als mächtigster Mann der Welt keine gute Figur. Doch wer ein erneutes Trump-Bashing in einer deutschen Talkshow erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Die Talkgäste besprachen in den 75 Sendungsminuten mehr oder weniger realistische Bedrohungsszenarien.

Trump, die Sicherheitslücke

Mit Sorge blickte die Talkrunde auf das Verhältnis zwischen Trump und den Geheimdiensten der Vereinigten Staaten. „Wenn Geheimdienste sich nicht mehr gegenseitig trauen, dann ist die Weitergabe dieser Informationen eine ernstzunehmende Gefährdung der westlichen Sicherheit und der USA“, befand Europa-Politiker Alexander Graf Lambsdorff (FDP). Trump, der Präsident, eine Sicherheitslücke?

Mit der Weitergabe von Geheimdienstwissen an den russischen Außenminister Lawrow habe Trump Mossad-Agenten im Islamischen Staat in Lebensgefahr gebracht, so das Resümee des Geheimdienst-Experten Erich Schmidt-Eenboom. 

„So viele Leaks aus dem Apparat des Weißen Hauses gab es noch nie“, stellte Katja Gloger, Journalistin des Stern, fest. Schmidt-Eenboom war sich außerdem sicher: „Ich glaube, die amerikanischen Geheimdienste wollen Trump entmachten.“ 

„Den Kampf wird er verlieren“

Für den Publizisten und Autor war eines klar: „Trump hat sich mit seinen Attacken gegen die Geheimdienste „einen gefährlichen Gegner geschaffen. Den Kampf wird er verlieren.“

An ein schnelles Impeachment-Verfahren, das Trump des Amtes entheben könnte, glaubte in der Runde allerdings keiner. Für Trump werde es erst richtig gefährlich, wenn er seinen Rückhalt im Kongress verliert“, erklärte Bastian Hermisson, Leiter der Heinrich Böll-Stiftung in Washington.

Für Alexander Graf Lambsdorff ist offensichtlich, dass die demokratischen Kräfte in den USA intakt sind. Als Beweis dafür sieht er die Ernennung von Robert Mueller als Sonderermittler an. Die berühmten „Checks and Balances“ in der amerikanischen Verfassung, sie funktionieren also noch.

tlo

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