Vergleiche mit bekannten Filmen

Trump-Bashing im Böhmermann-Talk: „Er ist fleischgewordener Homer Simpson“

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Homer Simpson erwacht aus einem haarsträubenden Albtraum. 

Donald Trump sorgt regelmäßig für Aufregung und Empörung - wie jüngst mit Tweets zum Anschlag in London. Zwei Satiriker zogen im TV nun über den US-Präsidenten ordentlich vom Leder.

München - Schon Jahre vor seiner tatsächlichen Präsidentschaft durfte sich Donald Trump über das Amt des mächtigsten Mannes der Welt freuen. In der Kultserie „Simpsons“ um die chaotische Familie gleichen Namens hatte ein gelbhäutiges Zeichentrick-Pendant des Republikaners schon zu Beginn des Jahrtausends das Oval Office geentert. Daran dürfte sich womöglich auch Tim Wolff erinnert haben, als er in der „ZDF-Neo“-Sendung „Schulz und Böhmermann“ zu Trump befragt wurde. Denn dem Chefredakteur des Satire-Magazins Titanic schien sprichwörtlich gelb vor Augen zu sein, als er feststellte: „Trump hat etwas sehr Identifikatorisches. Er ist so ein fleischgewordener Homer Simpson.“

Damit aber noch nicht genug der TV-Vergleiche. Wolff erinnert sich zurück an die Wahl im vergangenen November: „Meine erste Reaktion, als er Präsident wurde, war: Das ist die bescheuertste Version von ,Plötzlich Prinzessin‘, die ich mir vorstellen kann.“ Sein hartes Urteil: „Er ist halt ein kompletter Volltrottel.“ Darin sieht der Journalist auch einen Grund, „warum er überhaupt Präsident geworden ist. Ich glaube, sogar ein Teil seiner Fans findet ihn irgendwie doof, aber lustig“.

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Trump „humoristisch überhaupt nicht anspruchsvoll“

Ähnlich heftig zog Micky Beisenherz, ebenfalls Gast der Sendung, über Trump her. Der Gag-Schreiber für TV-Formate wie das „Dschungelcamp“ oder die „heute Show“ verdeutlichte, wie sehr ihn das Staatsoberhaupt der Supermacht unterfordere: „Humoristisch ist es überhaupt nicht anspruchsvoll, weil er ja liefert ohne Ende. Da wird die ,heute-Show‘ zu ,Upps - die Pannenshow‘ - du musst ja nur noch Clips von ihm zeigen.“ Seine Arbeit sei mit der Vor-Trump-Zeit nicht zu vergleichen: „Vor Jahren hat man sich noch wochenlang einen abgebrochen, wenn man mal irgendeinen lustigen Satz von einem Republikaner gesucht hat. Und bei Trump hört es gar nicht mehr auf.“

Auch Beisenherz hat einige passende Vergleiche aus der TV-Welt parat: „Das ist für mich wie so eine Body-Switch-Komödie - wie ,Big‘ mit Tom Hanks, wo du einen Achtjährigen im Körper von so nem Opa hast.“ Oder es gehe nach dem „DSDS“-Prinzip: „Die sehen einen, der ist genauso doof wie sie, aber er hat es halt geschafft - und das ist für seine Wähler vielleicht sehr attraktiv.“

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Für Schauspielerin Birgit Minichmayr stellt Trumps Aufstieg den „Triumph der Dummheit“ dar. Die Österreicherin sorgt sich: „Ich weiß auch nicht, wie man damit umgehen kann, aber es ist alles ganz, ganz schrecklich. Man möchte sich damit eigentlich gar nicht mehr beschäftigen müssen, weil es einen eh nur ärgert.“ Noch heute versteht sie nicht, „dass so ein Mensch überhaupt Präsident werden kann“. Offenbar werden die USA nicht umsonst das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ genannt.

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