Staatsschutz ermittelt

Stahlkugeln auf AfD-Parteibüro geschossen: Bekennerschreiben liegt vor

Auf ein AfD-Parteibüro in Frankfurt wurde mit Stahlkugeln geschossen. (Symbolbild)
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Auf ein AfD-Parteibüro in Frankfurt wurde mit Stahlkugeln geschossen. (Symbolbild)

Die Landesgeschäftsstelle der AfD in Hessen ist von Unbekannten mit Stahlkugeln beschossen worden. Ein Bekennerschreiben wurde im Internet veröffentlicht.

  • Unbekannte haben Stahlkugeln auf ein AfD-Parteibüro geschossen.
  • Sie trafen die Scheiben des Büros.
  • Im Internet wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

Frankfurt - Die Landesgeschäftsstelle der AfD-Hessen ist von Unbekannten attackiert worden. Das Parteibüro in Frankfurt wurde mit Stahlkugeln beschossen. Die Kugeln trafen nach ersten Erkenntnissen der Polizei die Scheiben des Büros.

Die Täter hätten für den Beschuss mutmaßlich eine Zwille, eine Art gabelförmige Schleuder, benutzt. „Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen“, sagt ein Polizeisprecher am Dienstag. Es gebe ein Bekennerschreiben, das im Internet veröffentlicht worden sei. Die Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigung.

AfD-Parteibüro beschossen: Bekennerschreiben im internet veröffentlicht

Laut dem Schreiben, das auf einem auch von Linksextremisten genutzten Portal publiziert wurde, haben der oder die Täter das Büro in der Nacht zum Montag beschossen. In dem Text wird Bezug auf den rassistisch motivierten Anschlag von Hanau genommen, bei dem ein 43-jähriger Deutscher im Februar neun Menschen mit ausländischen Wurzeln tötete. Die Stimmung solcher Gewalttaten werde durch die AfD erzeugt und begünstigt, hieß es in dem Text.

Die AfD kündigte an, Anzeige gegen unbekannt zu stellen. „Das Thema Sicherheit für AfD-Politiker wird hier in Hessen immer drängender“, sagte AfD-Landeschef Robert Lambrou. In den vergangenen Monaten seien bereits zwei Häuser von Landtagsabgeordneten attackiert worden. So wurde das Wohnhaus des Parlamentarischen Geschäftsführers Frank Grobe in der Nacht zum Heiligabend 2019 mit Farbe beschmiert. Auch sei die Landesgeschäftsstelle in Frankfurt-Sachsenhausen immer mal wieder Ziel von Angriffen gewesen, sagte Lambrou. Aber die Schüsse jetzt seien „eine neue Dimension“.

dpa

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