Ein deutliches Plus

Steuereinnahmen im Februar kräftig angestiegen

Berlin - Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen sind im Februar kräftig gestiegen.

Das Gesamtaufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) kletterte im Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Das Plus sei vor allem auf Zuwächse bei der Lohnsteuer sowie einen kräftigen Anstieg bei der Umsatzsteuer zurückzuführen - was Folge der anhaltend hohen Beschäftigung sowie Lohnsteigerungen ist und des stärkeren Privatkonsums. Auch die Steuereinnahmen aus Unternehmensgewinnen haben zugenommen.

Eine deutliche Zunahme verzeichneten die Staatskassen zudem bei den Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. „Der Anstieg ... könnte auf Einnahmen aus der Besteuerung von Veräußerungserträgen zurückzuführen sein“, heißt es.

In den ersten zwei Monaten 2017 lag das Plus bei den Steuereinnahmen bei 6,2 Prozent. Die Steuereinnahmen stiegen auf insgesamt 95,595 Milliarden Euro. Das liegt weit über dem bisher für das Jahr 2017 insgesamt geschätzten Zuwachs von 2,9 Prozent. Anfang Mai steht die nächste Steuerschätzung an.

Die Konjunktur und hohe Beschäftigung dürften den Steueranstieg kaum abwürgen. Das Finanzministerium rechnet mit einer weiter guten Entwicklung: „Die Wirtschaftsdaten deuten insgesamt auf eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsbewegung hin.“

Der Beschäftigungsaufbau entwickele sich weiter dynamisch, die Arbeitslosigkeit gehe weiter zurück. Der Preisanstieg habe im Februar mit 2,2 Prozent den höchsten Stand seit Sommer 2012 erreicht und erstmals wieder leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von „nahe, aber unter 2 Prozent“ gelegen.

Rubriklistenbild: © dpa

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