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Alarmierende Zahlen

Radikale Salafisten aus Bayern kämpfen in Syrien

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München - Nach Erkenntnissen des bayerischen Verfassungsschutzes sind in jüngster Vergangenheit mehr als 30 radikal-islamische Salafisten aus dem Freistaat nach Syrien gereist oder planen dies aktuell.

Es gebe entsprechende konkrete Hinweise, sagte der Sprecher des Landesamts, Markus Schäfert, der dpa in München. Bei mindestens 20 der Personen müsse davon ausgegangen werden, dass sie in Syrien auf Seiten von islamistischen Einheiten kämpfen wollten. Die anderen wollten die islamistischen Gruppen in dem Bürgerkriegsland zunächst durch humanitäre Hilfe unterstützen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der Ausreisen in den nächsten Wochen und Monaten weiter erhöhen wird“, sagte Schäfert.

Mehr als die Hälfte der ausreisenden Salafisten ist nach Erkenntnissen der Behörden jünger als 25. Auch einzelne Minderjährige seien darunter. „Insbesondere bei jungen Männern verlaufen die Radikalisierungsprozesse oft sehr schnell und intensiv. Der Bürgerkrieg in Syrien wirkt auf diesen Personenkreis in besonderem Maße emotionalisierend und mobilisierend“, erklärte Schäfert.

Vor allem die Rückkehrer stellen Sicherheitsrisiko da

Die Rückkehrer gelten hierzulande als besonderes Sicherheitsrisiko. Die Salafisten seien dann meist noch stärker radikalisiert und an Gewalt gewöhnt, sagte Schäfert. Man spreche deshalb allgemein von einer „abstrakten Gefährdung“, die von diesen Personen ausgehe. Konkrete Aufträge für Anschläge seien dem Verfassungsschutz aber bislang nicht bekannt geworden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte den Salafismus bei der Vorstellung des jüngsten Verfassungsschutzberichts im April als die am schnellsten wachsende islamistische Strömung in Deutschland bezeichnet. In dem Bericht war für das Jahr 2012 von 500 Anhängern in Bayern die Rede, ein Teil davon gilt als gewaltbereit. Nach Angaben Schäferts ist die Zahl dieses Jahr weiter gestiegen.

dpa

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