Ominöse Nachricht auf Bierdeckel

Geheime Warnung nach Höcke-Rede bei AfD-Veranstaltung entdeckt

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Björn Höcke im April beim Thüringer Landesparteitag der AfD

Am Freitag sprach AfD-Enfant-Terrible Björn Höcke in Weimar. Angeblich erhielt er zu Beginn seiner Rede eine rätselhafte Notiz zugesteckt.

Weimar - Ein Wochenendabend im Klassik-Städtchen Weimar kann eine ziemlich beschauliche Angelegenheit sein. Der vergangene Freitag in dem 64.000-Einwohner-Ort fiel allerdings eher in die Kategorie „turbulent“: In einem ehemaligen Lokal traf sich ein AfD-Stammtisch - mit dem Hauptredner Björn Höcke.

Rund 500 Gegendemonstranten versammelten sich deswegen in der Weimarer Innenstadt. Den ein oder anderen kleinen Eklat gab es rund um die Veranstaltung - in Berichten ist etwa von Eierwürfen die Rede. Als „etwas laut, aber im großen und ganzen friedlich“ bezeichnete allerdings die Polizei später auf Anfrage von thueringen24.de die Demo. Und auch Höcke verzichtete diesmal auf offensichtliche Provokationen in seiner Rede.

Dennoch - oder gerade deswegen - sorgte Höcke wohl selbst für ein paar Fragezeichen; diesmal ohne Worte. Der thüringische AfD-Landessprecher habe, bereits am Redner-Pult stehend, eine rätselhafte Notiz zugesteckt bekommen, berichtet Zeit Online.

Geheime Notiz auf einem Bierdeckel?

Zeit-Journalist Josa Mania-Schlegel schien kurz nach Veranstaltungsende auch bereits das Rätsel um den Zettel zu lüften: Er postete auf Twitter ein Foto eines Bierdeckels einer Weimarer Brauerei. Darauf zu lesen ist eine handschriftliche Warnung: „Vorsicht! Presse da! TA+Zeit“ - „TA“ lautet die in Thüringen geläufige Abkürzung für die in der benachbarten Landeshauptstadt Erfurt ansässige Thüringer Allgemeine.

Der Bierdeckel sei auf Höckes Rednerpult gelegen, erklärte Mania-Schlegel. Seine mögliche Interpretation der Geschehnisse verpackte der Journalist in eine Frage: „Angst vor Reportern?“

Allerdings ist weder die Echtheit der Notiz verbrieft, noch ist klar zu beurteilen, ob Höcke um eine solche Warnung gebeten hatte, oder ob der umstrittene AfD-Politiker seine Rede in der Folge anpasste.

Auch diesmal nicht unkontrovers

Zuletzt hatte Höcke im Januar bei einer Rede in Dresden für massive Irritiationen gesorgt. „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“, erklärte er damals mehrdeutig. 

Völlig unkontrovers fiel Höckes Redebeitrag allerdings auch am Freitag offenbar nicht aus. Mit den durchaus fragwürdigen Worten „der Kampf gegen Rechtsextremismus“ sei „ein Kampf für die Linken“, zitiert ihn zumindest die Thüringer Allgemeine.

Das Wahlprogramm der AfD für die kommende Bundestagswahl haben wir hier für Sie analysiert.

fn

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