Polizei vermutet Terrorismus

Kabul: Drei Ausländer entführt und ermordet

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Die afghanische Hauptstadt Kabul wird immer wieder von terroristischen Angriffen durch radikale Milizen heimgesucht.

Drei Mitarbeiter eines Logistik-Unternehmens in der afghanischen Hauptstadt wurden am Donnerstag ermordet aufgefunden. Die Polizei geht von einem „terroristischen Vorfall“ aus.

Kabul - In Afghanistan sind drei Ausländer entführt und getötet worden. Die Polizei gehe von einem "terroristischen Vorfall" aus, wie ein Sprecher der Polizei in Kabul am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Opfer stammten aus Mazedonien, Indien und Malaysia. 

Die drei Männer arbeiteten nach Angaben des afghanischen Innenministeriums für ein Logistik-Unternehmen in der Hauptstadt. Sie hätten am Donnerstag das Unternehmen in einem Auto mit Fahrer verlassen und seien wenig später am Rande Kabuls tot aufgefunden worden - offenbar in einem anderen Wagen. Sie wurden in diesem Wagen erschossen, und zwei der Leichen wurden in den Kofferraum gelegt, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Den Angaben zufolge ist der Fahrer des Wagens möglicherweise verdächtig und wird von der Polizei verhört. 

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. In der Region im Südosten der Hauptstadt, wo die Leichen gefunden wurden, sind die radikalislamischen Taliban stark vertreten. Ausländer in Afghanistan sind der Gefahr ausgesetzt, entführt zu werden. Vor allem für kriminelle Banden in Kabul sind Entführungen reicher Afghanen oder von Ausländern ein einträgliches Geschäft. Meistens erpressen sie Lösegelder, in einigen Fällen aber übergeben sie ihre Geiseln auch radikalen Milizen.

Lesen Sie auch: 40 Tote bei Taliban-Angriffen.

AFP

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