Deutliche Worte

Katholische Bischöfe beziehen Stellung: Das halten wir von der AfD

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, bei der der diesjährigen Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Bergisch-Gladbach - Mit deutlichen Worten haben sich die katholischen Bischöfe von der AfD distanziert - und erklärt, warum die Partei ihrer Meinung nach nicht wählbar ist.

Update vom 4. April 2017: Schafft die Alternative für Deutschland bei der Bundestagswahl im September ein zweistelliges Ergebnis? Oder scheitert die Partei wieder an der Fünf-Prozent-Hürde? Wir zeigen die aktuellen Umfragen und Prognosen zur AfD für die Bundestagswahl 2017.

Mit deutlichen Worten haben sich die katholischen Bischöfe von der AfD distanziert. „Immer wieder kommt die Frage auf, ob man die AfD wählen kann oder nicht“, teilte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, dazu am Donnerstag nach dem Abschluss der Frühjahrs-Vollversammlung in Bergisch Gladbach mit. „Es geht uns nicht um eine Stigmatisierung der AfD. Aber wir distanzieren uns klar vom populistischen Vorgehen und vielen inhaltlichen Haltungen der Partei.“

Weiter heißt es: „In aller Klarheit: Mit einer christlichen Perspektive ist politisches Agieren nicht vereinbar, das vom Schüren von Fremdenfeindlichkeit, von Ängsten gegen Überfremdung, von einseitiger Betonung nationaler Interessen (...) lebt.“ 

Vor wenigen Tagen war AfD-Abgeordneter Björn Höcke wieder unter Druck geraten - wegen eines Zitats in einer US-Zeitung. Höcke hatte zuvor schon bei seiner Dresdner Rede gegen die deutsche Erinnerungskultur und das Holocaust-Mahnmal in Berlin gewettert.

Die AfD hat am Donnerstag einen Entwurf für ihr Wahlkampfprogramm vorgelegt. Die Ziele sind unter anderem „Minuszuwanderung“ und ein Kopftuchverbot. AfD-Chefin Frauke Petry kam indes am Mittwoch bei einem Posting auf Facebook durcheinander und vertat sich mit der türkischen Flagge.

dpa

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