Lösung für Wahlkampf

Kinder ja, Enkel nein - CDU findet Doppelpass-Kompromiss

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Angela Merkel beim CDU-Bundesparteitag im Dezember

Hamburg - Seit Monaten streitet die Union über den „Doppelpass“. Nun soll ein „Generationenschnitt“ die Lösung bringen.

Die CDU will mit einem Kompromiss zur doppelten Staatsbürgerschaft in den Wahlkampf ziehen. Das Netzwerk Integration der CDU schlägt in einem Papier den sogenannten Generationenschnitt vor, wie der Spiegel berichtete. Demnach würden in Deutschland geborene Kinder von Einwanderern einen Doppelpass bekommen, die Enkel jedoch nicht. Sie müssten sich demnach für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. 

Nach Spiegel-Informationen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereit, die Regelung mitzutragen. Das Positionspapier solle ins CDU-Wahlprogramm einfließen, hieß es.

Eklat schon beim CDU-Parteitag

Zuletzt gab es in der CDU Streit über die doppelte Staatsangehörigkeit. Bei einem CDU-Parteitag Anfang Dezember in Essen hatte eine knappe Mehrheit der Delegierten gegen den Willen von Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Maizière für eine Abschaffung des Doppelpasses gestimmt. 

Schon damals hatte de Maizière als Kompromiss einen Generationenschnitt vorgeschlagen, bei dem die Doppelpass-Regelung „ab einer bestimmten Generation in der Kinder- oder Enkel-Generation“ nicht mehr gelte.

Mit dem neuen Bericht konkretisieren sich nun Spekulationen über den „Generationenschnitt“. Bereits vergangene Woche war durchgesickert, dass die Parteispitze der CDU ernsthaft über ein solches Modell diskutiert.

dpa/fn

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