Präsidentenwahl

Klitschko tritt gegen Timoschenko an

Timoschenko Klitschko
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Timoschenko und Klitschko.

Kiew - Der ukrainische Politiker und Ex-Boxprofi Vitali Klitschko tritt bei der Präsidentenwahl auch gegen die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko an. Die Abstimmung ist für 25. Mai geplant.

Die aus der Haft entlassene Timoschenko habe ihm selbst vor zwei Tagen bei einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass sie kandidieren wolle. Das sagte Klitschko am Freitag bei einer Parlamentssitzung in Kiew. Die Abstimmung ist für den 25. Mai geplant. Zuletzt hatte es widersprüchliche Aussagen um Timoschenkos Pläne gegeben.

Dass die beiden Politiker, die gemeinsam für einen Machtwechsel in der Ex-Sowjetrepublik gekämpft hatten, nun in Konkurrenz treten könnten, sieht Klitschko scheinbar mit gemischten Gefühlen. „Ich sehe nichts Schlechtes, aber es wird sehr seltsam aussehen, wenn die (einstigen) Oppositionskräfte konkurrieren werden. Ich hoffe, dass die Konkurrenz, wenn es sie geben sollte, ehrlich, transparent und nach modernen europäischen Standards abläuft“, sagte Klitschko.

Bilder: Timoschenko wird auf dem Maidan gefeiert

Die aus der Haft freigelassene Oppositionsführerin Julia Timoschenko reiste am Samstagabend nach Kiew. © AFP
Dort wurde sie auf dem Unabhängigkeitsplatz von Zehntausenden Menschen empfangen. © AFP
Die Politikerin hat starke Rückenbeschwerden, sie wurde im Rollstuhl auf den Platz geschoben. © AFP
Die Ukraine steuert nun auf eine neue politische Ära zu. © AFP
Timoschenko forderte die Demonstranten zur Fortsetzung ihrer Proteste auf. © AFP
"Wenn euch jemand sagt, dass es zu Ende ist und Ihr nach Hause gehen könnt, glaubt ihm kein Wort", rief Timoschenko. © dpa
Das ukrainische Parlament hatte am Samstag auch Viktor Janukowitsch als Präsident de facto entmachtet und für den 25. Mai vorgezogene Präsidentschaftswahlen angesetzt. © AFP
Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko, der ebenfalls Präsident werden will, sprach von einem "politischen K.O." für Janukowitsch. © AFP
"Ihr seid die Besten", lobte Timoschenko die Demonstranten. © AFP
Hunderte filmten mit ihren Handys den Auftritt der Oppositionsführerin. © dpa
Die Menschen feierten Timoschenko wie eine Volksheldin. © dpa
Ihre Freilassung wurde von den USA, der EU und Frankreich sowie in Berlin begrüßt. © AFP
Gestützt von Helfern legte die 53-Jährige am Maidan Blumen nieder. © dpa

Die an einem Bandscheibenvorfall leidende Timoschenko hatte mitteilen lassen, das Angebot einer Behandlung in Berlin anzunehmen. In Kiew mehrten sich zuletzt Berichte, wonach die 53-Jährige außerhalb der Öffentlichkeit ohne Rollstuhl zu sehen ist und eigenständig geht.

dpa

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