Kommentar

1050 Euro netto im Monat: Die Linke träumt vom Renten-Wunderland 

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Kommentar zum Linken-Parteitag von Sebastian Horsch.

Wie lässt sich das Altersarmut wirklich verhindern? Die Linken präsentieren auf ihrem Parteitag in Hannover ihre Vorschläge. Merkur-Redakteur Sebastian Horsch kommentiert die Rentenpläne.

Wenn die SPD fordert, das Rentenniveau auf 48 Prozent zu halten, kann die Linke nur müde lächeln. Wer wirklich Altersarmut verhindern wolle, der dürfe sich doch nicht wie die Sozialdemokraten darauf beschränken, ein weiteres Absinken des Rentenniveaus zu stoppen. Der muss doch drauflegen. 53 Prozent sind angebracht, finden Riexinger und Co.

Dabei liegt die Partei vor allem in einem Punkt daneben. Nicht, dass es keine Argumente dafür gäbe, das Rentenniveau nicht in den Keller fallen zu lassen – Altersarmut verhindert man aber nicht, indem man es hochschraubt. Davon hätten nämlich genau die am meisten, die jetzt schon nicht zu wenig haben – und das zu einem gigantischen Preis. Wirklich armutsgefährdete Rentner würden dagegen in Wahrheit oft kaum von einer Erhöhung des Rentenniveaus profitieren.

Macht aber nichts, denn die Linke wäre ja nicht die Linke, wenn sie für diese Fälle nicht auch noch eine Solidarische Mindestrente von 1050 Euro netto im Monat anzubieten hätte. Und natürlich will die Partei auch die Rente mit 67 rückgängig machen. Wenn sie schon dabei ist, sollte sie am besten auch gleich den demografischen Wandel zurückdrehen – dann wäre vieles einfacher.

hor

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