Nach 22-Stunden-Verhör

Korruptionsaffäre: Samsung-Chef droht Verhaftung

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Lee Jae-Yong, Vize-Vorsitzender des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics.

Seoul - Für den Vize-Vorstand des südkoreanischen Konzerns Samsung, Lee Jae Yong, wird die Luft langsam dünn. Nach einem 22-Stunden-Verhör im Zusammenhang mit dem Polit-Skandal um Präsidentin Park Geun Hye droht ihm wegen Korruptionsvorwürfen die Verhaftung. 

Der Vize-Chef des südkoreanischen Konzerns Samsung, Lee Jae-Yong, steht im Verdacht, in die Korruptionsaffäre um die vorläufig entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye verwickelt zu sein. Nun droht ihm im die Verhaftung. Eine Entscheidung über den Antrag eines Haftbefehls gegen Lee Jae Yong werde voraussichtlich bis Sonntag getroffen, teilte das Ermittlungsteam laut südkoreanischen Sendern mit.

Südkoreas größter Konzern soll als Gegenleistung für die Förderung von Unternehmen und Stiftungen einer Vertrauten der Präsidentin politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben. Parks langjährige Freundin Choi Soon Sil ist die Schlüsselfigur in dem Skandal, der Park das Amt kosten könnte. Choi soll unter anderem dank ihrer Beziehungen zu Park Sponsorengelder für ihre Stiftungen eingetrieben und sich persönlich bereichert haben.

Park selbst wird verdächtigt, auf den staatlichen Pensionsfonds eingewirkt zu haben, damit dieser die Übernahme des Bauunternehmens Samsung C&T durch Cheil Industries im Jahr 2015 bewilligt. Das Parlament leitete im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park ein. Das Verfassungsgericht muss nun über die Absetzung der Staatschefin entscheiden, die ihrer Freundin auch die Einmischung in die Regierungsarbeit erlaubt haben soll.

Am Mittwoch sagte ein Sprecher einer Sondereinheit von Staatsanwälten das Samsung-Vizechef Lee Jae Yong ins Visier der Ermittler geraten war und aktuell als "Verdächtiger" geführt wird. Samsung ist der größte Mischkonzern und ein internationales Aushängeschild Südkoreas.

dpa

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