Schröder lehnt Elterngeld-Kürzung ab

"Familien kein Steinbruch der Wirtschaft"

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat Rufe aus der Wirtschaft nach kürzeren Elternzeiten und Abstrichen beim Elterngeld entschieden zurückgewiesen.

„Es gibt zur Zeit in Deutschland eine Allianz von Volkswirten und Volkserziehern“, sagte Schröder in der Bundestagsaussprache über den Familienetat für das Jahr 2013. „Familien sind aber nicht der Steinbruch der Wirtschaft zur Fachkräftesicherung.“ Abstriche am Elterngeld oder eine Verkürzung der Bezugsdauer werde sie nicht akzeptieren.

Die Wirtschaft habe es selbst in der Hand, Arbeitsplätze familienfreundlicher zu gestalten, damit junge Mütter und Väter mit Begeisterung wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten, sagte Schröder weiter. „Eine Verkürzung der Elternzeit nach der Geburt eines Kindes wird es mit mir nicht geben“, sagte die Ministerin zu den entsprechenden Forderungen von Arbeitgeberchef Dieter Hundt.

Schröder verwies darauf, dass das Elterngeld mit 4,9 Milliarden Euro der größte Einzelposten in ihrem Etat sei. 27,3 Prozent der Väter nutzen inzwischen die Möglichkeit, auch eine Auszeit für die Kinderbetreuung zu nehmen.

dpa

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