Grünen-Chef schwenkt um

Kritik an Kölner Polizei: Özdemir nimmt Peter in Schutz

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Alles wieder gut? Die Chefs der Grünen Simone Peter und Cem Özdemir.

Berlin - In der Debatte über den Kölner Polizeieinsatz in der Silvesternacht hat Grünen-Chef Cem Özdemir einen Bruch mit der in die Kritik geratenen Ko-Chefin Simone Peter zurückgewiesen.

"In der Position sind wir uns einig: Der Kölner Polizeieinsatz war angemessen und er war notwendig", sagte Özdemir am Mittwoch im "Morgenmagazin" des ZDF. Die persönlichen Angriffe auf Peter, etwa seitens der "Bild"-Zeitung, seien"übel".

Peter hatte in einem Interview die Auffassung vertreten, es stelle sich die Frage "nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn insgesamt knapp tausend Personen allein aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden". Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wies die Kritik zurück. "Es war richtig, schnell und präventiv zu reagieren", sagte sie zu dem Einsatz. (Hier finden Sie die Meinung von Kabarettistin Monika Gruber zur Debatte.) 

Bezeichnung "Nafris" war "dämlich" und "unnötig"

Özdemir sagte zu der Debatte, er wisse genau, was "Ethnic Profiling", also das Vorgehen der Polizei gegen Menschen aufgrund äußerer Merkmale, sei. Er sei früher oft im Zug "als einziger kontrolliert worden", sagte der Politiker mit türkischen Wurzeln. Das sei aber nichts anderes als "bei jedem Fußballspiel, wenn Hooligans kontrolliert werden". Das sei der Job der Polizei und den habe sie "richtig und gut gemacht".

Zu dem von der Polizei in der Silvesternacht im Internetdienst Twitter verwendeten Begriff "Nafris", eine polizeiinterne Bezeichnung für Nordafrikaner, sagte Özdemir, dieser Tweet sei "dämlich" und "unnötig" gewesen. Das habe die Polizei auch selbst eingeräumt. "Und damit ist die Sache aber auch erledigt", sagte er. Auch Peter hatte den Begriff scharf kritisiert.

afp

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