Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Rosenheim-Ost

24 Fragen an Leonhard Hinterholzer (Grüne)

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Leonhard Hinterholzer, Direktkandidat der Grünen im Stimmkreis Rosenheim-West hat sich den Fragen von rosenheim24.de gestellt.

Rosenheim/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis Rosenheim-Ost bewerben sich zwölf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Leonhard Hinterholzer (Grüne).

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Die Antworten auf den Fragebogen von rosenheim24.de

1. Name

Leonhard Hinterholzer

2. Partei 

Bündnis 90 die Grünen

3. Alter

54 Jahre 

4. Wohnort 

Prien am Chiemsee 

5. Familienstand 

Verheiratet 

6. Kinder

Zwei erwachsene Kinder 

7. Wie verlief Ihre politische Karriere?

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Als Landratskandidat für die Rosenheimer Grünen holte ich 2008 stolze 13 Prozent und bin seither im Kreistag. Als Bürgermeisterkandidat in Bernau war ich knapp dran in die Stichwahl zu kommen. Jetzt bin ich Direktkandidat für den Wahlkreis Rosenheim Ost für den Landtag.

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Sepp Daxenberger, Hans Josef Fell

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Ich bin hier am Chiemsee aufgewachsen, Die landschaftlich schöne Lage, die Menschen und ihr Heimatgefühl.

10. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Ich bin im Chiemgau aufgewachsen, spreche den Dialekt und weiß wie die Menschen hier denken. Außerdem kann ich zuhören.

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?

Die Energiewende für 100 Prozent Erneuerbare Energien, die Verkehrswende hin zu mehr ÖPNV und Elektromobilität, und das Vertrauen der Bürger zu den Politikern wieder zu stärken.

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen?

Mehr sozialen Wohnungsbau, Arbeitsplätze schaffen im Bereich Erneuerbare Energien, Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen. 

13. Thema Infrastruktur: Wie stehen Sie zu den vorgestellten ersten Grobtrassenentwürfen zum Brenner-Nordzulauf, welche Probleme bleiben bestehen, welche kommen hinzu und welche Lösungen haben Sie?

Ich lehne die bisherige Planung zu den Zulaufstrecken ab, weil der Güterverkehr über die Alpen europaweit geregelt und gleichmäßig verteilt werden soll, die jetzige Bahnlinie noch Kapazitäten hat und die zusätzlichen Bahnlinien daher unnötig und eine gigantische Geldverschwendung und Landschaftsverschandelung sind.

14. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie? 

Nein, es reicht ein Anbau von Standspuren, ein Tempolimit auf 130 km/h und ein, an die Landschaft angepaßter Lärmschutz an den Ortschaften. Dies sollte aber zügig umgesetzt werden, da die Standstreifen wichtig sind und die Bürger vor dem krankmachenden Lärm geschützt werden müssen.

15. Thema Wohnen: Wie kann gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

im sozialen Wohnungsbau in Stadt und Landkreis Rosenheim muß mehr investiert werden, eine spürbare Zweitwohnungssteuer sollte eingeführt werden, leerstehende Wohnungen, Grundstück und Potentiale für eine Wohnraumverdichtung müssen erfasst und ausgewertet werden. 

Die bayerische Bauordnung muß angepasst werden, zum Beispiel die Höhe und Abstandsflächen von Gebäuden. Die Ausweisung von Bauland für Einheimische durch die Kommunen zu erschwinglichen Preisen muß erleichtert und gesetzlich verankert werden.

16. Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden? 

Wie von den bayerischen Grünen gefordert, brauchen wir eine Obergrenze für den Flächenverbrauch. Dabei muß für die Kommunen eine Entwicklungsmöglichkeit bestehen bleiben. Flächen zum Beispiel für Parkplätze zu versiegeln muß erschwert werden.

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Noch stärkere Förderung für die Umstellung auf biologische Landwirtsschaft und zum Beispiel Weidewirtschaft.

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern? 

Die Vorschriften für Vereinsfeste sind zu vereinfachen. Es muß noch stärker differenziert werden ob es sich um kleinere Feste oder größere handelt. Allerdings muß bei Festen mit Alkoholausschank der Jugendschutz wirksam kontrolliert werden.

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, um Wirtschaftsflüchtlingen eine legale Einreise und eine optimale Integration zu ermöglichen. Das hilft auch der bayerischen Wirtschaft die dringend Fachkräfte und Helfer braucht. Die Entscheidungen im Asylbereich sind zu beschleunigen aber Abschiebungen in unsichere Herkunftsländer lehne ich ab. Straffällige Asylbewerber sind abzuschieben.

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus?

langfristig wäre das bedingungslose Grundeinkommen richtig aber die Finanzierung ist schwierig. Ich fände es wichtig Hartz-IV-Empfänger in einem zweiten staatlich gestütztem Arbeitsmarkt zu beschäftigen und nicht über Jahre vom Arbeitsmarkt fernzuhalten.

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken?

Stärkung der beruflichen Ausbildung zum Beispiel durch bessere Ausstattung der Berufsschulen und kostenlosen ÖPNV für Schüler und Studenten. Das Bildungssystem muß langfristig umgeplant werden und die Schüler circa acht Schuljahre in einer Gesamtschule unterrichtet werden. Erst dann würde ich die Bildungswege auftrennen.

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden? Die Situation alleinerziehender Mütter und Väter muß verbessert werden. Hier muß mehr Wohnraum und individuelle Beratung geleistet werden.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? Landespflegeld ist gut, muß aber aufgestockt werden.

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag?

Ja. Die CSU bemüht sich derzeit um einen Platz in der Opposition. Den sollte ihr der Wähler großzügig zugestehen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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