Kandidatenvorstellung Landtagswahl 2018: Stimmkreis Rosenheim-West

24 Fragen an Alexandra Burgmaier (SPD)

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Alexandra Burgmaier, Direktkandidatin der SPD im Stimmkreis Rosenheim-West hat sich den Fragen von rosenheim24.de gestellt.

Rosenheim/Bayern - In Bayern wird am Sonntag, 14. Oktober, ein neuer Landtag gewählt. Im Stimmkreis 128 Rosenheim-West bewerben sich zwölf Direktkandidaten für einen Sitz im bayerischen Landesparlament. Wir stellen die Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Alexandra Burgmaier (SPD).

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Die Antworten auf den Fragebogen von rosenheim24.de

1. Name 

Alexandra Burgmaier

2. Partei 

SPD

3. Alter 

50

4. Wohnort 

Raubling 

5. Familienstand 

verheiratet

6. Kinder 

Zwei

7. Wie verlief Ihre politische Karriere? 

Videos:

Seit 1990 Mitglied in der SPD, seit 1996 Gemeinderätin in Raubling (SPD-Fraktionsvorsitzende), seit 2002 Kreisrätin Landkreis Rosenheim, seit 2012 stellvertretende Landrätin, seit 2014 SPD-Kreisvorsitzende Landkreis Rosenheim, seit 2017 SPD-Kreisfraktionsvorsitzende. 

8. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Marie Juchacz, die Gründerin der AWO (Arbeiterwohlfahrt)

9. Was verbindet Sie mit der Region? Was ist das Besondere bei uns?

Ich bin in dieser Region geboren und aufgewachsen und möchte mein ganzes Leben hier verbringen. Das sagt, glaube ich, alles.

10. Warum sind genau Sie die Richtige? 

Ich setze mich seit mehr als 25 Jahren für die Belange unserer Bevölkerung und unserer Region ein!

11. Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele? 

1) Schaffung von bezahlbarem Wohnraum 

2) Brennernordzulauf: Keine oberirdische Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse durch unsere Region. 

3) Ein öffentlicher Personennahverkehr, der die extremen Verkehrsbelastungen der Region spürbar reduziert.

12. Was wollen Sie für die Menschen in der Region erreichen? 

Am wirtschaftlichen Erfolg unserer Region sollen ALLE teilhaben!

13. Thema Infrastruktur: Wie stehen Sie zu den vorgestellten ersten Grobtrassenentwürfen zum Brenner- Nordzulauf, welche Probleme bleiben bestehen, welche kommen hinzu und welche Lösungen haben Sie?

Jeder der vorhandenen Korridorvorschläge wurde von der Deutschen Bahn mit „1 plus X“ Grobtrassenvorschlägen bestückt. Das war zu erwarten und hat keine große Aussagekraft! In den Erläuterungen der Bahn zeigte sich: Die Ergebnisse der geologischen Untersuchungen wurden bei diesen „Grobtrassen“ noch nicht berücksichtigt, was insbesondere für den Aspekt „Untertunnelung“ von Bedeutung ist. 

Auch das Thema „Wirtschaftlichkeit“, das am Ende ausschlaggebend sein wird, hat bei dieser Auswahl keine Rolle gespielt. Und: Es geht im weiteren Planungsprozess nicht nur um die „Abschichtung“ von Trassenvorschlägen, sondern gleichzeitig sollen auch zusätzliche Trassenvorschläge, die bisher noch nicht berücksichtigt worden sind, entwickelt werden. Also sind wir fast so klug wie zuvor! 

Wenn wir vorankommen wollen, dann wird es an der Zeit, dass das CSU-geführte Verkehrsministerium endlich Antworten liefert: Wir brauchen realistische und belastbare Verkehrsschätzungen, die das „ob“ einer zusätzlichen Trasse nachvollziehbar klären. Wir brauchen außerdem Aussagen zu flankierenden Maßnahmen, die die LKWs von der Straße auf die Schiene bringen bzw. dazu beitragen sollen, dass der Brenner-Transitverkehr durch die Verlagerung auf andere Grenzübergänge nachhaltig verringert wird. 

Auf meiner Homepage www.alexandra-burgmaier.de finden Sie meine ausführlichen Positionen zum Thema Brenner-Nordzulauf.

14. Thema Verkehr: Ist der sechsspurige Ausbau der A8 dringend erforderlich, welche Alternativen sehen Sie?

Kurz und knapp: Nein, der sechsspurige Ausbau ist nicht erforderlich! Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass eine „4+2“-Lösung, ein vierspuriger Ausbau samt zwei Standstreifen mit Verkehrsfreigabe bei Bedarf, genügt, dazu hochwertigste Maßnahmen zum Schutz der Anwohner.

15. Thema Wohnen: Wie kann gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? 

Wir brauchen staatlichen Wohnungsbau, das Prinzip von „Angebot und Nachfrage“ schafft keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Der Freistaat muss außerdem endlich diesbezügliche Genossenschaftsmodelle sowie regionale und kommunale Initiativen sowohl informatorisch als auch finanziell nachhaltig unterstützen.

16.  Thema Ökologie: Auf welche Weise kann dem Flächenfraß in Bayern entgegenwirkt werden?

Keine unnützen Bauten, keine maßlosen Gewerbeansiedlungen auf der „Grünen Wiese“ und wenn gebaut wird: Baulücken schließen und Sondernutzflächen wie Parkplätze durch Stelzenbauten nutzbar machen, Geschossbau auch im ländlichen Raum.

17. Thema Landwirtschaft: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem Umweltschutz, Tourismus und der Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe?

Das ist gar kein Spagat! Die Landwirte sind die Pfleger unserer Landschaft und viele davon sind selbst neben der Landwirtschaft im touristischen Bereich tätig. Dem Umweltschutz wird durch strenge Auflagen Rechnung getragen.

18. Thema Soziales: Die bayerischen Vereine stehen aufgrund der starken Regulierungen aktuell vor großen Hürden. Wie wollen Sie das Vereinsleben auch in Zukunft fördern?

Überbordender Bürokratismus und Regulierungswahn gehören abgeschafft!

19. Thema Migration: Wie stehen Sie zu der Asylpolitik von Markus Söder, wie kann zum Beispiel die Rückführung der abgelehnten Asylbewerber gelöst werden? 

Ein Markus Söder betreibt keine Asylpolitik, die diesen Namen verdienen würde. Ihm geht es nur um Showeffekte zum Einfangen von Wählerstimmen. Das, was wir wirklich brauchen, ist ein Einwanderungsgesetz. Dann kann klar unterschieden werden zwischen Einwanderung aus humanitären Gründen und Einwanderung in den Arbeitsmarkt. Durch den steigenden Fachkräftemangel ist Deutschland auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Ein Humanismus, der gleichermaßen die hilfsbedürftigen Flüchtlinge und die Interessen des eigenen Landes berücksichtigt, ist möglich!

20. Thema Arbeit: Ist das bedingungslose Grundeinkommen der richtige Weg? Wie sähe die Alternative aus?  

Ich glaube nicht, dass wir uns das leisten können. Besser wir stecken deutlich mehr Geld in die zu niedrigen Rentenzahlungen, um Altersarmut zu verhindern. In Oberbayern haben wir derzeit Vollbeschäftigung. Wer bei uns gesundheitlich und familiär in der Lage ist zu arbeiten, sollte auch einer Arbeit nachgehen. Entscheidend ist aber, dass Arbeit anständig vergütet wird. Ein einziger Vollzeitjob, ohne den Zwang noch nebenbei arbeiten zu müssen, muss für ein gutes Leben genügen!

21. Thema Bildung: Wie wollen Sie die Bildungslandschaft im Freistaat stärken? 

Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, deshalb von der Kita bis zum Meisterbrief: kostenfreie und hochwertige Bildung in Bayern!

22. Thema Familie: Wie stehen Sie zu dem bayerischen Familiengeld; an welchen Stellen muss nachgebessert werden?

Eines von vielen Wahlkampfgeschenken von Markus Söder! Der bayerische Ministerpräsident kündigt derzeit Ausgaberekordsummen an, um sich Wählerstimmen so zu erkaufen. Mein Tipp an die Familien: Freuen Sie sich über die Unterstützung, wenn sie kommt. Leider handwerklich schlecht gemacht, falls sich herausstellt, dass ausgerechnet bedürftige Familien kein bayerisches Familiengeld bekommen sollen.

23. Thema Versorgung: Was halten Sie vom Landespflegegeld? 

Besser als nichts! Aber ein großzügiges „Taschengeld“ per Gießkanne übers Land zu verteilen, wird die Lösung der wahren Probleme in der Pflege nicht voranbringen, sondern eher verhindern.

24. Brauchen wir einen Regierungswechsel im Landtag? Ja! Die bayerische SPD hat ein Wahlprogramm entwickelt, das für viele Bürgerinnen und Bürger spürbare Verbesserungen bringen wird!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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