Gesellschaft ohne Milliardäre

Linken-Chef Bartsch: Staat muss übermäßigen Reichtum Einzelner verhindern

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Der Vorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch.

Der Vorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat es als Aufgabe des Staates bezeichnet, „obszönen Reichtum“ zu verhindern.

Berlin - „Niemand braucht eine Milliarde“, sagte Bartsch der Zeitung „Die Welt“ (Samstag). Auf die Frage, ob er einen Staat wolle, der verhindert, dass es Milliardäre gibt, sagte Bartsch: „Ja. Dazu gibt es das schöne Instrument der Steuern, mit dem man eine Gesellschaft steuern kann.“ Eine Gesellschaft, die Milliardäre hervorbringt, sei dann „schlimm, wenn zugleich mehr als zwei Millionen Kinder von Armut bedroht sind, alte Menschen im Müll Flaschen sammeln müssen“.

Die Linken sind mit der Forderung nach radikaler Umverteilung in den Bundestagswahlkampf gezogen. Ihr Konzept sieht sieht eine steuerliche Entlastung aller Einkommen bis 7100 Euro vor. Dafür soll ab einem Einkommen von 86.000 Euro im Jahr ein Steuersatz von 53 Prozent gelten. Ab 260.000 Euro sollen 60 Prozent fällig werden und ab einer Million 75 Prozent. Zudem soll eine Vermögensteuer von fünf Prozent ab einer Million Euro eingeführt werden.

dpa

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