"Besonderes Potential"

Drängte der IS Anis Amri zu Anschlag in Berlin?

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Bilder der Zerstörung nach dem Amri-Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Foto: Michael Kappeler

Der Berliner Weihnachtsmarktattentäter Anis Amri ist einem Medienbericht zufolge offenbar von einem oder mehreren Mitgliedern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu einem Anschlag in Deutschland gedrängt worden.

Berlin - Anis Amri ist laut Medienberichten von der Terrormiliz Islamischer Staat zu dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gedrängt worden. Er hatte nach Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" im Oktober ursprünglich vor, in die vom IS kontrollierten Gebiete auszureisen.

Er wurde aber von einem oder mehreren Mitgliedern gedrängt, den Anschlag zu verüben. Die Terrormiliz habe "das besondere Potenzial" Amris erkannt, heißt es unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Amri soll noch unmittelbar vor dem Anschlag mit einem IS-Mitglied Kontakt gehabt und Nachrichten ausgetauscht haben. Die Behörden gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass dies ein sogenannter "IS-Instrukteur" war, der Islamisten dabei berät, wie sie Anschläge im Westen begehen.

Amri hatte im Dezember einen Lastwagen gestohlen und den Fahrer erschossen. Das Fahrzeug lenkte er in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche und tötete elf Passanten. Anschließend flüchtete er quer durch Europa, bis er in Italien von Polizisten erschossen wurde.

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