Ticker zu den Trumps

Melania Trump nennt „Frieden auf der Welt“ als Neujahrs-Vorsatz - und wird von ihrem Mann gerüffelt

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US-Präsident Trump
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Zum Jahreswechsel bekommt Donald Trump ausgerechnet von der „Washington Post“ Lob. Gattin Melania kassiert bei der Silvesterfeier dagegen einen öffentlichen Rüffel - und das von ihrem Mann.

  • Bei der Silvesterfeier auf dem Trump-Anwesen kommt es indes zu einer seltsamen Szene: 
  • Donald Trump fährt seiner Gattin Melania öffentlich über den Mund
  • Und das ausgerechnet beim Thema Frieden

Update Donnerstag, 2. Januar 16.05 Uhr: Donald Trump hat zum Beginn des neuen Jahres einige außenpolitische Probleme am Hals: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un droht mit Atomwaffen-Tests und in Bagdad wird die US-Botschaft belagert. Vielleicht sorgt sich ja First Lady Melania deshalb um den Weltfrieden. Als sie bei der Silvester-Feier auf dem Trump-Anwesen Mar-a-Lago in Florida von Reportern nach ihren Neujahrs-Vorsätzen gefragt wurde, antwortete Melania: „Frieden auf der Welt".

Prompt fällt Donald Trump seiner Frau ins Wort: "Frieden ist richtig, aber ich bin mir nicht sicher, ob man einen Vorsatz laut aussprechen soll“, kritisiert er seine Gattin vor laufenden Kameras. Und fährt belehrend fort: "Ich will nicht sagen, was mein Vorsatz ist, weil ich glaube, dass wir es verhexen, ok? Aber ich kann dir sagen, wir haben wirklich einen guten Vorsatz. Und es ist ein Vorsatz für unser Land."

Ihre Botschaft scheint der First Lady aber auch nach der öffentlichen Zurechtweisung ihres Mannes wichtig zu sein. „Ich wünsche allen ein glückliches, erfolgreiches und friedliches neues Jahr“, twitterte Melania am Neujahrstag.

US-Präsident Donald Trump hat die Tötung eines hochrangigen iranischen Generals angeordnet. Daraufhin droht der geistliche Führer der islamischen Republik mit Vergeltung.

Renommiertes US-Blatt lobt Trump plötzlich in zehn Punkten

Erstmeldung zu Donald Trump: Die Washington Post ist eher unverdächtig, Hofberichterstatter von Donald Trump zu sein. Die 1877 in der US-Hauptstadt gegründete Zeitung gehört zu den Medien, die der US-Präsident gerne mal als Verbreiter von „Fake News“ heruntermacht. Gegen ihren Besitzer, Amazon-Chef Jeff Bezos, sprach Trump schon Drohungen aus. 

Die Washington Post enthüllte Details über Trumps Ehe mit Melania oder die Russland-Pläne des US-Präsidenten während des vergangenen Wahlkampfs. Deshalb kommt ein aktueller Artikel der Zeitung vergleichsweise überraschend: Eine Auflistung der Dinge, die Donald Trump in den vergangenen 12 Monaten nach Einschätzung des Blattes gut hinbekommen hat.

„Washington Post“-Lob für Donald Trump

„Washington Post“ lobt Trump: Arbeitslosigkeit, Nato, Al-Bagdadi

Autor des Artikels mit der Überschrift „Die 10 besten Dinge, die Trump 2019 gemacht hat“ ist Marc Thiessen. Er gilt als Konservativer,arbeitete zuvor auch für den Sender Fox, der meist positiv über Trump berichtet, und schrieb früher Reden für den einstigen US-Präsidenten George W. Bush.Die Washington Post weist die „Fake News“-Vorwürfe von Trump stets zurück, und beharrt darauf, ausgewogen und neutral zu berichten. Die 10-Punkte-Liste könnte dafür sprechen, dass die Zeitung diesen Anspruch ernstnehmen will. 

Der türkische Staatschef Erdoğan will die libysche Regierung unterstützen. Donald Trump warnt vor weiteren Eskalationen

Unter anderem lobt Thiessen Trump dafür, dass sich die Arbeitslosigkeit aktuell auf einem Rekordtief befinde, die Löhne stiegen - und dabei bei den Geringverdienern am meisten. 57 Prozent der Amerikaner sagten dem Artikel zufolge, finanziell gehe es ihnen seit Trumps Amtsantritt besser. 

Als weiteren positiven Punkt führt Thiessen auf, dass Trump die Nato-Mitgliedstaaten dazu drängte, ihren Verteidigungsetat zu erhöhen: „Seit Trumps Amtsantritt verwenden dem Weißen Haus zufolge mehr als die Hälfte der Verbündeten die vereinbarten zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung.“ Außerdem sei es auf Trumps Befehl gelungen, Al-Bagdadi, den Führer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), zu töten.

10 Dinge, die Trump 2019 gelungen sind - die Fail-Liste soll bald folgen

Thiessens Liste umfasst noch sieben weitere Punkte. Bei vielen kann man geteilter Meinung sein, ob es positive oder negative Ergebnisse sind - Thiessen argumentiert eben konservativ. Das Motto der Online-Ausgabe der Washington Post ist „Demokratie stirbt in der Dunkelheit“. Trump sollte sich aber nicht zu früh freuen: Den Artikel „Die 10 schlimmsten Dinge, die Trump 2019 gemacht hat“, hat Thiessen schon angekündigt. 

Zumindest kann sich der US-Präsident weiter darüber freuen, dass Wladimir Putin seine Dankbarkeit für Trump öffentlich macht. Eher distanziert bleibt das Verhältnis trotz aller Bemühungen mit China, wie die Zeremonie zur Unterzeichnung des Handelsabkommens zeigte.

Der Konflikt zwischen den USA und Iran spitzt sich zu. Nach der gezielten Tötung des General Soleimani warnt Iran-Experte Adnan Tabatabai vor den Konsequenzen. Auch die Aktienmärkte werden durch den Konflikt stark belastet. Nach der Tötung des iranischen Top-Generals wächst an den Börsen weltweit die Unruhe.

Erstmals seit September werden Klimaaktivistin Greta Thunberg und US-Präsident Donald Trump wieder am gleichen Ort sein. Die beiden treffen auf dem 2020 World Economic Forum (WEF) in Davos aufeinander.

Die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Suleimani hat zu Verschärfung der Lage im Krisengebiet geführt - Trump droht dem Irak mit Sanktionen, Russland schaut auf das Atomabkommen mit dem Iran. Ein iranischer Abgeordneter befeuert den Konflikt weiter.

Mehr zum Thema im Video: Trump schießt erneut gegen die Presse

frs

Im Februar 2020 trat Ivanka Trump außerdem beim „Global Women's Forum“ in Dubai als eine der Hauptrednerinnen auf. Dabei lobte sie die Frauenrechte im Nahen Osten.

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