Politiker-Ranking

Merkel hängt Schulz ab, zwei andere legen deutlich zu

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Der Herausforderer und die Kanzlerin: Martin Schulz (l) und Angela Merkel (r)

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verliert in der Gunst der Bürger gegenüber Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter an Boden. Eine Überraschung gab es für Christian Lindner (FDP) und Sahra Wagenknecht (Linke)

Im am Mittwoch veröffentlichen Politiker-Ranking von Forsa im Auftrag des „stern“ ist Schulz nur noch auf Platz fünf. Merkel liegt mit 68 von 100 möglichen Vertrauenspunkten weiterhin an der Spitze. Dahinter folgen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (62 Punkte) sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (52 Punkte) zwei weitere Unionspolitiker. Außenminister Sigmar Gabriel liegt mit 52 Punkten ebenfalls vor seinem SPD-Kollegen Schulz.

Im Vergleich zur vergangenen Befragung im April, in der Schulz noch auf dem dritten Rang lag, hat er fünf Vertrauenspunkte verloren. Die Kanzlerin konnte indes zwei Punkte zulegen. Stark dazugewonnen haben FDP-Chef Christian Lindner, der um 7 auf 49 Punkte zugelegt hat und auf Platz sechs liegt, sowie die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht. Sie hat 5 Punkte gewonnen und liegt mit 39 Punkten auf Platz zehn. Bei dem Ranking können die befragten Bürger ausgewählten Politikern Wertungen zwischen 0 (kein Vertrauen) und 100 (sehr großes Vertrauen) geben. Daraus werden Durchschnittswerte errechnet.

Union weiter klar vor der SPD

Laut aktuellen Umfragen liegen CDU/CSU weiter klar vor der SPD. Im Wahltrend von „stern“ und RTL erreicht die Union 38 Prozent. Die SPD kommt auf 24 Prozent. Die FDP liegt in der Umfrage bei 9 Prozent. Grüne und Linke stagnieren bei 8 Prozent, die AfD bei 7 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergab der INSA Meinungstrend für die „Bild“-Zeitung am Montag. CDU/CSU kamen auf 37,5 Prozent, die SPD auf 23,5 Prozent. Die FDP erreichte 9 Prozent. Linke und AfD lagen in dieser Umfrage bei 11 bzw. 9 Prozent, die Grünen bei 6,5 Prozent. Die große Koalition könnte demnach im Moment nur von einem sogenannten Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen abgelöst werden.

dpa

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