Skepsis über Zusammenarbeit

Meuthen sieht Berührungspunkte zwischen AfD und Linke

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Jörg Meuthen.

Stuttgart - AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen sieht in einigen Sachfragen Schnittpunkte seiner Partei mit der Linken.

„Die Linke prangert oft das Gleiche an wie wir“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Als Beispiel nannte er deutsche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien. „Das ist ein gigantischer Skandal, den nur zwei Parteien anprangern: Wir und die Linke“, sagte der Politiker, der auch AfD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag ist.

Die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit beider Parteien bewertete Meuthen aber sehr skeptisch. „Wie weit wir auseinander sind? In der Diagnose oft nicht weit, in der Therapie aber meist meilenweit.“

Wie auch wiederholt Vertreter der Linken sprach sich Meuthen für engere Beziehungen mit Russland aus. „Ich bin ein ausgeprägter Freund des Dialogs mit Moskau. Das muss sein.“ Die Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise bezeichnete er als „hanebüchenen Unsinn“.

Spekulationen über eine angebliche Finanzierung der AfD aus Russland wies Meuthen zurück. „Ich kann Ihnen verbindlich sagen, dass mir kein einziger Vorgang bekannt ist. Die AfD wird nicht aus Russland bezahlt.“ Alle Spenden über 50 000 Euro würden nach Parteienrecht ausgewiesen, die Finanzierung sei transparent. „Es ist möglich, dass irgendwo mal einer mit einem russischen Pass einen Hunderter für die AfD gespendet hat“, sagte Meuthen. Größere Beträge mit russischem Hintergrund schließe er jedoch aus. „Das gilt für die Bundespartei, für die Landespartei, für mich selbst.“

dpa

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