Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Proteste

Ministerium distanziert sich von Telegram-Gruppe

Demonstration angeblicher Veteranen
+
Zwei Demonstranten stehen mit einem Schild - „Veteranen für Recht und Freiheit“ - auf der Straße des 17. Juni in Berlin.

Eine selbst ernannte Veteranen-Gruppe als Teil der Corona-Protestbewegung wirft schon auf der ersten Blick Fragen auf. Die Organisatoren geben sich martialisch.

Berlin (dpa) - Das Verteidigungsministerium hat am Donnerstag jede Verbindung einer Telegram-Gruppe angeblicher Veteranen zur Bundeswehr zurückgewiesen.

Die Gruppe beansprucht für sich, ehemalige Angehörige der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee (NVA) zu vereinen und sich an die Spitze von Corona-Demonstrationen stellen zu wollen. Der Reservistenverband warnte vor der Gruppe „Veteranen-Pool“.

„Es gibt auch hier einige Aufregung über eine Telegram-Gruppe. Hierzu stellen wir fest: Es handelt sich nicht um eine Organisation der Bundeswehr“, schrieb das Verteidigungsministerium auf Twitter. Und: „Wir distanzieren uns von den Inhalten. Für uns ist klar: Wir dulden keinen Extremismus und fahren weiterhin eine Null-Toleranz-Linie.“

Über eine Gruppe mit dem Namen „Veteranen für Recht & Freiheit“ wird seit dem Vortag verstärkt in Sozialen Medien diskutiert. Experten bezweifelten zunächst Angaben, wonach sich tatsächlich Tausende ehemalige Militärangehörige aus Ost und West unter dieser Bezeichnung zusammengefunden haben. Ein im Internet verbreitetes Emblem zeigt eine deutsche Fahne, die Zeichen von Bundesrepublik und DDR kombiniert.

„Wir ziehen nicht in den Krieg. Wir sind im Krieg. Es gilt, den Bann zu brechen“, hieß es in der Gruppe, die die Mitglieder am Donnerstag als „Kameraden“ ansprach. Unter den Mitgliedern waren den Namen nach auch in größerer Zahl Frauen. Wegen eines „Ansturms“ seien Ländergruppen eingerichtet worden. Die Gruppe hatte am Donnerstag mehr als 12.000 Mitglieder.

„Diese Gruppierung versucht, Soldaten, Veteranen und Reservisten zu akquirieren, um sie dazu zu bringen, sich an verschiedenen Störaktionen, die sich gegen den Staat richten, teilzunehmen“, warnte der Reservistenverband. „Die Gruppe spricht offen davon, dass man sich im Krieg befände.“ Es gehe um gewollte Provokationen gegenüber dem Staat. Das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichte Reservisten der Bundeswehr gegenüber dem Grundgesetz und dem demokratischen Staat.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-407527/2

Verteidigungsministerium, Tweet

Reservistenverband

Kommentare