Voraussetzungen müssen stimmen

Südkoreas Präsident will sich mit Kim Jong Un treffen

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Der linksliberale südkoreanische Präsidentschaftskandidat Moon Jae bekam 41,1 Prozent der Stimmen. Foto: kyodo/dpa

Südkorea ist mit einem neuen Präsidenten im Amt erwacht. Der frühere Menschenrechtsanwalt Moon Jae In will die Korruption im Land bekämpfen, mehr Arbeitsplätze schaffen und wieder stärker auf Nordkorea zugehen.

Seoul (dpa) - Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In will sich nach eigenen Angaben mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen. Unmittelbar nach seiner Vereidigung als Staatsoberhaupt versprach Moon, er werde für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel sein Bestes geben.

Er wolle die derzeitigen "Herausforderungen für die Sicherheit" lösen, sagte der linksliberale Politiker in der Rede im Parlament in Seoul. Er werde - wenn nötig - direkt nach Washington fliegen sowie Peking und Tokio besuchen. Auch werde er "unter den richtigen Bedingungen" nach Pjöngjang reisen. Er führte seine Pläne nicht weiter aus. 

Moon hatte vor seiner Wahl am Dienstag angekündigt, im Falle seines Sieges an die aktive Politik der Annäherung zu Nordkorea unter den früheren liberalen Präsidenten anzuknüpfen. Er machte jedoch klar, dass ein Dialog schwierig sein werde, sollte Nordkorea einen weiteren Atomtest durchführen. Die Lage in der Region ist nach zwei neuen Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. 

Er wolle ein "neues Korea" schaffen, betonte Moon bei der Vereidigungszeremonie. Er hatte die Wahl mit großem Vorsprung gewonnen und damit nach neun Jahren konservativer Regierungen einen Machtwechsel vollzogen. Die Wahl wurde durch die Amtsenthebung von Moons Vorgängerin Park Geun Hye vor zwei Monaten wegen Korruptionsvorwürfen vorgezogen. 

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