Müntefering über Kanzlerin und Schulz

„Seehofer hat Merkel auf die Rutschbahn gedrückt“

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Franz Müntefering

Berlin - Der frühere SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering hat sich zur politischen Lage geäußert - er sieht die Stellung von Angela Merkel geschwächt.

Der frühere SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering sieht die Stellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) innerhalb der Union geschwächt. „Merkel hat den Höhepunkt ihrer Macht in der Union überschritten, und was auch immer bei der Bundestagswahl passiert - sie wird nicht mehr die CDU/CSU dominieren“, sagte Müntefering der „Welt“ (Samstag). „Wir erleben gegenwärtig den Einstieg in die letzte Phase der Ära Merkel.“

CSU-Chef Horst Seehofer habe Merkel „auf die Rutschbahn gedrückt“, meinte Müntefering. Bevor die SPD überhaupt mit dem Wahlkampf begonnen habe, „hatte Seehofer mit der CSU schon die Weichen gegen Merkel gestellt. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen“, stellte der Sozialdemokrat fest. Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stoße nun „in die Lücke, die Merkel lässt“. Schulz habe „sich nun ein eigenes Spielfeld erobert, er macht Politik wieder streitbar“.

dpa

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