Kurden im Visier?

Mutmaßlicher türkischer Spion in Hamburg festgenommen

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Außenaufnahme der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. In dem Gebäude ist der Generalbundesanwalt untergebracht. Foto: Uli Deck/Archiv

Karlsruhe (dpa) - Die Bundesanwaltschaft hat in Hamburg einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der im Auftrag des türkischen Geheimdienstes Kurden in Deutschland ausgespäht haben soll.

Dabei ging es um Informationen über Aufenthaltsorte, Kontaktpersonen und politische Tätigkeiten, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Der 31 Jahre alte Türke wird demnach dringend verdächtigt, sowohl einzelne Personen als auch kurdische Einrichtungen ausgekundschaftet zu haben. Der Mann, der bereits am Donnerstag festgenommen wurde, befinde sich in Untersuchungshaft.

Der seit mehr als 30 Jahren andauernde Konflikt mit der kurdischen Minderheit in der Türkei hat sich seit Sommer 2015 zugespitzt. Die auch in Deutschland verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK kämpft für ein Autonomiegebiet im Südosten des Landes. Die Regierung in Ankara geht inzwischen auch gegen die pro-kurdische Opposition hart vor.

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