Haben humanitäre Verantwortung

Merkel appelliert an Einheit der EU - und lobt Türkei

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Angela Merkel beim Treffen der Europäischen Volkspartei auf Malta.

San Giljan - Die Briten haben offiziell den Austritt bei der EU eingereicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert an die Einheit Europas - und lobt trotz der derzeitigen Querelen die Türkei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem offiziellen Brexit-Gesuch der Briten an die Einheit Europas appelliert und mehr humanitäre Verantwortung gefordert. „Unser Schicksal entscheidet sich einmal in der Frage, wie wir gespeist von unseren Werten mit unserer Nachbarschaft umgehen, und (...) wie wir miteinander umgehen, und ob wir da wirklich eine Einheit sind“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei einem Treffen der Europäischen Volkspartei EVP auf Malta. Europa könne gemeinsam mehr tun als jeder für sich alleine, „in einer Welt, die auch nicht schläft“.

Viele Menschen seien derzeit der Meinung, "dass die Welt und auch Europa ein wenig aus den Fugen geraten sind", fügte Merkel hinzu. "Und deshalb müssen wir Antworten finden auf komplizierte Fragen." 

Kanzlerin betont Frieden

Die Kanzlerin betonte dabei die Rolle der Europäischen Union als Friedensgemeinschaft: Die Einhaltung des Prinzips der territorialen Integrität habe nach dem Zweiten Weltkrieg Frieden gebracht und dürfe "niemals angetastet werden". "Sonst ist das Friedensprojekt der EU am Ende."

In der EU seien Fehler gemacht worden, so Merkel. „Wir haben uns nicht ausreichend Gedanken über die Außengrenzen und unsere Nachbarschaft gemacht.“ Europa habe eine humanitäre Verantwortung. „Unser Nachbar ist Syrien.“ Man könne diese nicht auf Länder wie die Türkei, Jordanien und den Libanon abschieben. Das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei sei richtig gewesen. „Die Türkei hat bei aller Kritik, die wir in diesen Tagen haben, für drei Millionen Flüchtlinge viel geleistet, und dass Europa sie dabei unterstützt, ist richtig.“

dpa/AFP

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