Nach Pannen im Fall Jaber A.

Wegen Suizidgefahr: Berliner Terrorverdächtiger in gesichertem Haftraum

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Ein Polizeifahrzeug fährt am 3.11.2016 in das Landeskriminalamt Berlin. Beamte des LKA Berlin nehmen in einer Wohnung einen 27-Jährigen unter Terrorverdacht fest.

Berlin - Die Justiz will Fehler verhindern, die im Fall von Jaber A. gemacht wurden: Der am Mittwochin Berlin festgenommene Terrorverdächtige sitzt in einem besonders gesichertem Haftraum. 

Der Berliner Terrorverdächtige ist nach dem Erlass eines Haftbefehls aus Karlsruhe zurückgebracht worden und sitzt seit Freitagmorgen in der Hauptstadt in Untersuchungshaft. Der 27-Jährige sei in der Anstalt Moabit wegen möglicher Suizidgefahr in einem besonders gesicherten Haftraum und werde überwacht, sagte der amtierende Sprecher der Justizverwaltung, Lars Hoffmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Der Raum hat nichts in sich, was lose ist.“ In einem anderen Fall war es Mitte Oktober dem Terrorverdächtigen Jaber A. gelungen, sich im Gefängnis in Leipzig das Leben zu nehmen.

Haftbefehl wegen Urkundenfälschung

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hatte den Erlass eines Haftbefehls wegen des Vorwurfs Terrorverdacht allerdings verweigert. Die Ermittler werfen dem Mann vor, Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein und möglicherweise einen Anschlag in Deutschland vorbereiten zu wollen. Nun wurde gegen ihn lediglich ein Haftbefehl wegen Urkundenfälschung erlassen, den die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin beantragt hatte. Er soll einen gefälschten Pass benutzt haben. Der Verdächtige kam vor einem Jahr als Flüchtling nach Deutschland.

Nur eine Matratze und eine Toilette

Der Berliner Justizsprecher sagte, der U-Häftling solle jetzt medizinisch begutachtet werden. Danach werde über die weiteren Haftbedingungen entschieden. In dem gesicherten Haftraum gibt es laut Justiz nur eine Matratze und eine gesicherte Toilette, jedoch keine Steckdosen.

dpa

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