“Treffen sehr angenehm“

Nach tödlichem Radunfall: Saudi-Minister entschädigt Witwe des Opfers

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Nach dem tödlichen Radunfall, den ein Diplomat verursacht hatte, hielten etliche Berliner eine Mahnwache.

Das tödliche Unglück machte viele sprachlos. Ein saudischer Diplomat hatte im Juni einen Unfall verursacht, bei dem ein 55-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen war. Bekommt die Witwe nun eine Entschädigung?

Berlin -  Der Fall sorgte für heftige Diskussionen: Diplomaten stehen unter besonderem Schutz, um nicht aus politischen Gründen belangt werden zu können. Rechtliche Konsequenzen müssen sie bei Vergehen nicht fürchten. Die Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen selbst wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung normalerweise ein. 

Was war genau passiert?

Ein saudischer Diplomat hatte seinen Sportwagen mit Diplomatenkennzeichen Mitte Juni auf einem Radweg im absoluten Halteverbot geparkt und plötzlich die Wagentür aufgerissen. Ein 55-jähriger Radfahrer prallte gegen die Tür und starb im Krankenhaus an seinen Kopfverletzungen.

Das Auswärtige Amt schaltete sich ein und bat in einer Verbalnote an die saudisch-arabische Botschaft um Stellungnahme. Die diplomatische Vertretung nahm zu dem tödlichen Unfall nun Stellung.

Diplomaten-Unfall: Entschädigung für die Angehörigen

Wie Bild.de berichtet, soll sich Saudi-Arabiens Minister für Kultur und Medien mit der Frau des verstorbenen Radfahrers getroffen haben. Während seines Berlin-Besuchs hätte Minister Alawwad demnach Kontakt zur Familie des Verstorbenen aufgenommen.

Zudem wolle der Saudi-Minister die Angehörigen finanziell entschädigen. Über die Summe wurde allerdings Stillschweigen vereinbart. 

„Nichts kann mir meinen Michael zurückbringen. Aber das Treffen mit Herrn Alawwad war sehr angenehm und warmherzig. Er war voller Mitgefühl.“, sagte die Witwe im Bild-Interview.

ml

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