„Für Wandel sorgen“

Nach Treffen mit Trump: Barack Obama „hofft weiter auf Wandel“

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Donald Trump (li.) begrüßt am Weißen Haus Michelle und Barack Obama

Washington - Barack Obama hat als letzte Amtshandlung als US-Präsident Donald Trump getroffen - schon unmittelbar danach hoffte Obama öffentlich auf einen „Wandel“.

Der Machtwechsel in den USA wird immer greifbarer: Am Freitagnachmittag deutscher Zeit, wenige Stunden vor der offiziellen Amtsübergabe, haben Barack Obama und seine Frau Michelle das Ehepaar Trump im Weißen Haus empfangen. Anschließend posierten die beiden Paare für ein gemeinsames Foto, bevor sie sich ins Innere des Hauses begaben. Dort wollten sie gemeinsam Tee trinken.

Fast gleichzeitig verabschiedete sich der scheidende US-Präsident Obama in einer Reihe bedeutungsschwerer Tweets von den Bürgern. Er erklärte, er werde „an der Seite“ der US-Amerikaner bleiben - und glaube nach wie vor „an einen Wandel“.

Obama will US-Bürger offenbar nicht mit Trump alleine lassen

„Ich bitte euch weiterhin, zu glauben - nicht an meine Fähigkeit euch Wandel zu bringen, sondern an eure eigene Fähigkeit. Ich glaube an einen Wandel, weil ich an euch glaube“, schrieb Obama auf dem Kurznachrichtendienst.

In einem weiteren Tweet beteuerte Obama: „Ich werde nicht aufhören; ich werde als Bürger an eurer Seite sein, inspiriert von euren Stimmen der Wahrheit und Gerechtigkeit, gutem Humor und Liebe.“

Obama hatte zuvor das letzte Mal das Oval Office aufgesucht, das symbolische Zentrum der Macht. Dort hinterlegte er einen Brief auf dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden Schreibtisch, der schon von vielen Präsidenten benutzt wurde. Es gehört zur Tradition, dass der scheidende US-Präsident eine Notiz für seinen Nachfolger hinterlässt.

Den Ablaufplan des „Inauguration Day“ können Sie hier nachlesen.

Umstrittener Geistlicher hielt Privatmesse für Trump

Donald und Melania Trump waren aus der Kirche St. John zum Weißen Haus gekommen, wo sie den offiziellen Teil des Tages mit einer Messe begonnen hatten. Die Predigt gehalten hatte mit Pastor Robert Jeffress ein Geistlicher, der für kontroverse, teils hetzerische Standpunkte bekannt ist. 

So hatte Jeffress nach Recherchen der CNN in der Vergangenheit unter anderem behauptet, der islamische und mormonische Glaube kämen „aus der Hölle“, hatte Obama vorgeworfen, „dem Antichristen den Weg zu bereiten“ und homosexuelle Lebensweisen als „schmutzig“ bezeichnet. Jeffress gehörte im Wahlkampf zu Trumps 25-köpfigem Beraterteam in Religionsfragen.

Melania ganz in Himmelblau

Trump trug zum Kirchenbesuch und dem Empfang im Weißen Haus einen schwarzen Anzug mit roter Krawatte, Melania war ganz in leuchtendes Himmelblau gewandet - in einem Outfit, das Beobachter an den „Jackie-Kennedy-Look“ erinnerte.

Im Anschluss an das Treffen im Weißen Haus geht es zum Kapitol, wo Trump kurz vor Mittag Ortszeit den Eid als 45. Präsident der USA abgelegen wird. Am Nachmittag folgt eine Parade zum Weißen Haus. Der offizielle Teil des Tages endet mit dem Besuch dreier Bälle.

Alle Geschehnisse rund um die Amtseinführung Donald Trumps können Sie unserem Live-Ticker verfolgen.

dpa/AFP/fn

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