Viraler Post zur „Nafri“-Debatte

„Grünen-Pritschn“: So diskutiert das Netz über Grubers Facebook-Attacke

+
Monika Gruber wettert auf Facebook gegen die „Nafri“-Debatte. Nicht alle Kommentatoren stimmen ihr zu. Das Bild zeigt sie bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises, als sie über die Kategorie „Bestes Maskenbild“ spricht.

München - Kabarettistin Monika Gruber hat deutliche Worte gewählt. Für ihren Kommentar auf Facebook über Grünen-Chefin Simone Peter und die „Nafri“-Debatte erhält sie viel Zustimmung. Es werden aber auch kritische Stimmen laut.

Monika Gruber erntet auf Facebook viel Beifall für ihren Post. Die Kaberettistin hatte auf die „Nafri“-Debatte reagiert, in der die Kölner Polizei Nordafrikaner auf Twitter mit dieser Abkürzung bezeichnet hatte und dafür kritisiert wurde. Grünen-Chefin Simone Peter verurteilte das, ruderte später aber wieder zurück. Monika Gruber findet die Bezeichnung „Nafri“ ihrem Post zufolge halb so wild. Schließlich seien solche Abkürzungen in der Welt ganz normal. 

Wohl die Mehrzahl der fast 6000 Kommentar-Schreiber geben der Kabarettistin unter ihrem Post auf ihrer Fanseite recht. Tobias B. etwa bedankt sich in den Kommentaren. „Die ständige Kritik an unserer Polizei in Deutschland ist einfach zum Würgen“, schreibt er. Marcus W. bezeichnet Grubers Beitrag sogar als den besten Kommentar zu dieser Angelegenheit. 

„Gruber trifft mitten ins Schwarze“

Frau Gruber hat es wieder mal mit ihrem erfrischenden Dialekt auf den Punkt gebracht mitten ins Schwarze“, findet auch  Stefanie Dubler und schlägt vor, dass Monika Gruber und Günter Grünwald in die Politik gehen sollten. Werner W. stimmt mit ein: „I würd sie als Bundeskanzlerin vorschlagen.“

Große Zustimmung: Monika Gruber greift in ihrem Post auf, was offenbar viele denken. „Frau Gruber sagt das was viele in Deutschland denken, ist doch ok“(Helmut H. Facebookseite von merkur.de). 

Oder doch nicht?

Die Kabarettistin erntet auch viel Kritik auf ihrer Fanseite. Zum Beispiel, weil sie etwas kommentiert, „was SO nicht gesagt wurde“ (Alexander E.). Die Kölner Polizei habe „nordafrikanische Intensivtäter“ als „Nafris“ bezeichnet - nicht alle Nordafrikaner. Gerhard D. hätte es ebenfalls lieber gesehen, wenn sich Gruber vorher mit dem Begriff auseinandergesetzt hätte. Tatsächlich steckt hinter „Nafri“ eine komplizierte Abkürzung.

Grüpri - geht das zu weit?

Lina I. sagt sogar, sie ist enttäuscht von Monika Gruber. „Ich habe Sie immer sehr gern gemocht, Frau Gruber. Nach diesem Post muss ich jedoch erkennen wie unglaublich dämlich (tut mir sehr leid, ich wollte es umschreiben... aber Sie sind eine öffentliche Person - es ist leider dämlich sowas einfach so rauszuhauen) und ignorant Sie sind“, schreibt sie.

Vielen Kommentatoren auf ihrer Fanseite ging die Wortwahl der Kabarettistin einfach zu weit. „Ehrlich gesagt könntest Du mit dem Beitrag bei Pegida auftreten“, schreibt etwa Tobi K. Er kritisiert Gruber dafür, dass sie sich als öffentliche Person den unsachlichen Ton, mit dem die Diskussion inzwischen geführt werde, zu eigen macht. Gruber gehe Simone Peter in ihrem Post persönlich an. „Reicht dir keine sachliche Wertung ihres Statements und ist es wirklich nötig sofort Stimmung gegen Simone Peter zu machen, nur weil du anderer Meinung bist?“, schreibt Chris S. dazu. Felix C. greift den Ton von Gruber auf und bezeichnet Monika Gruber als „RASSPOP. Rassistische Populistin.“ (Facebookseite von Merkur.de)

Über die Worte von Monika Gruber lässt sich als streiten. Fest steht jedenfalls, dass das viele tun. Allein bis Mittwochvormittag reagierten über 130.000 User, über 6000 kommentierten und fast 50.000 Facebookfans teilten Grubers Beitrag.

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser