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Neue Umfrage: Schulz-Effekt lässt nach

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Martin Schulz beim Wahlkampfauftakt der NRW-SPD

Berlin - Kommt der Schulz-Zug schon wieder zum Halten? Das ZDF-„Politbarometer“ sieht den SPD-Kandidaten im Abwärtstrend. Dafür sammelt offenbar eine erneute „GroKo“ Punkte.

Der sogenannte Schulz-Effekt hat nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" spürbar nachgelassen. Bei der Frage nach dem bevorzugten Bundeskanzler liegt Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) mit 48 Prozent Zustimmung wieder spürbar vor SPD-Kandidat Martin Schulz, den sich 40 Prozent als Kanzler wünschen. Vor einem Monat lagen beide mit jeweils 44 Prozent gleichauf

Auch in der Sonntagsfrage konnte sich Merkels Union wieder etwas stärker absetzen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU auf 35 Prozent und würden damit einen Punkt mehr als im März erreichen. Die SPD käme unverändert auf 32 Prozent. Bei den übrigen Parteien, die derzeit über die Fünf-Prozent-Hürde kommen, blieben die Werte unverändert: Drittstärkste Kraft wäre die AfD mit neun Prozent, vor der Linken mit acht Prozent, den Grünen mit sieben Prozent und der FDP mit fünf Prozent Zustimmung. 

Große Koalition beliebteste Variante

Unter den bevorzugten Koalitionen erhielt die große Koalition als einziges realistisches Bündnis mehr Zustimmung als Ablehnung. 49 Prozent der Befragten bewerteten ein Fortbestehen der großen Koalition mit Zustimmung, 31 Prozent mit Ablehnung. Die größte Ablehnung bekommt ein rot-rot-grünes Bündnis, das 62 Prozent ablehnen und nur 24 Prozent befürworten. 

In der Liste der zehn wichtigsten Politiker blieb Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf der Skala von plus 5 bis minus 5 mit einem gegenüber März unveränderten Wert von 1,9 vorne. Merkel legte leicht zu auf 1,8 Punkte. Schulz verlor gegenüber März deutlich von 1,7 auf jetzt noch 1,3 Punkte und rangiert hinter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf Rang vier. 

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für die repräsentative Umfrage von Dienstag bis Donnerstag 1.384 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch. Der Fehlerbereich liegt bei Prozentwerten von 40 Prozent bei rund drei Prozentpunkten, bei Werten von zehn Prozent bei rund zwei Prozentpunkten. Die Projektionen für das Abschneiden der Parteien können also entsprechend nach oben oder unten abweichen.

AFP

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