Bisher kein Konsens

Sechster Anlauf zur Wahl eines Präsidenten in Estland

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Noch ist Toomas Hendrik Elves Präsident von Estland.

Tallin - Estland hat am Montag den sechsten Anlauf zur Wahl eines neuen Präsidenten unternommen. Dazu kam das Parlament zu einer außerordentlichen Sitzung in der Hauptstadt Tallinn zusammen.

Einzige Kandidatin für die Nachfolge von Toomas Hendrik Ilves ist die 46-jährige Kersti Kaljulaid, die derzeitige estnische Vertreterin beim Europäischen Rechnungshof.

Für die Wahl in das höchste Staatsamt des baltischen EU- und Nato-Landes ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der 101 Abgeordneten der Volksvertretung Riigikogu nötig. Erzielt Kaljulaid nicht die notwendige Stimmenanzahl, kommt es am Dienstag zu einem weiteren Wahlgang. Dafür dürften neue Kandidaten nominiert werden.

Kaljulaid wurde nach der wiederholten gescheiterten Wahl von 90 Abgeordneten als Kompromisskandidatin nominiert. Die sechs Parlamentsparteien hatten sich zuvor in drei Wahlrunden im August nicht auf einen Bewerber einigen können. Auch ein speziell einberufenes Wahlgremium hatte keinen Konsens erzielen können.

Kaljulaid wäre das erste weibliche Staatsoberhaupt in Estland seit der 1991 wiedererlangten Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Der Präsident hat vorwiegend repräsentative Aufgaben. Die zweite und letzte Amtszeit von Ilves endet am 9. Oktober.

dpa

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