Söder will hoch hinaus

München strebt in den Weltraum

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Markus Söder will Bayern zum Raumfahrtzentrum Deutschlands machen.

Drei Standorte rund um München bilden ein neues Dreieck für Luft- und Raumfahrt. Markus Söder will die Raumfahrt als „Schlüsseltechnologie“ fördern.

München – Es sind Spitzenstandorte der Luft- und Raumfahrt: Taufkirchen/Ottobrunn mit Airbus, Oberpfaffenhofen mit dem DLR. Gemeinsam mit Garching bildet sich nun ein Dreieck, in dem die neue Fakultät der Technischen Universität München (TUM) für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie angesiedelt wird, die im kommenden Wintersemester ihren Betrieb aufnehmen wird.

Vor allem auf die Raumfahrt setzt Ministerpräsident Markus Söder am Montag bei der Vorstellung der neuen Fakultät in Garching. Man müsse die Raumfahrt als bayerische Schlüsseltechnologie fördern“, sagte er. Dabei präzisierte er seine Vorstellungen und Ziele zur bayerischen Luft- und Raumfahrtpolitik. Die Raumfahrt soll dem Nutzen der Gesellschaft dienen. „Wir denken hier in neuen Maßstäben, denn wir wollen hier die größte Weltraumfakultät Europas aufbauen“, sagte er. Noch ehrgeiziger als Söder war gestern TUM-Präsident Wolfgang Hermann. „Jetzt müssen wir zeigen, dass wir das Zeug zur Nummer eins auf der Welt haben“, sagte er.

Bremen aktuell Deutschlands Raumfahrtzentrum

Erstes Ziel Söders ist aber nicht die Weltspitze und auch nicht die in Europa. Zunächst hat er ein kleines Bundesland im Norden im Visier. Denn der wichtigste Standort der deutschen Raumfahrtindustrie ist derzeit Bremen. Dort hat Airbus die wichtigsten Raumfahrt-Aktivitäten gebündelt. Dort liegt die Zentrale des zweitgrößten deutschen Raumfahrtkonzerns OHB. Und auch die Ariane Group, die die Europarakete baut, hat ihre deutsche Zentrale in Bremen.

Alle drei Unternehmen sind in Bayern mit wichtigen Standorten vertreten. Aber kein bayerisches Unternehmen leitet derzeit ein Großprojekt als Systemführer, kritisiert Söder. Hier müsse man ansetzen, um die Nummer eins in Deutschland zu werden.

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