Nach Drohungen aus Nordkorea

USA entsenden Atom-Bomber nach Südkorea

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Ein US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 Spirit wird von einem KC-135 Stratotanker in der Luft mit Treibstoff aufgetankt

Seoul - Um den unzähligen Drohungen aus Nordkorea etwas entgegenzusetzen, hat die US-Luftwaffe zwei atomwaffenfähige Langstreckenbomber nach Südkorea entsandt.

Im zugespitzten Konflikt mit Nordkorea haben die USA und ihr Verbündeter Südkorea erneut militärische Stärke demonstriert. Die US-Luftwaffe entsandte am Donnerstag zwei Tarnkappenbomber vom Typ B-2 Spirit nach Südkorea, wo sie an den jährlichen gemeinsamen Militärübungen teilnahmen. Sie legten dabei einen Langstreckenflug von mehr als 10.460 Kilometern zurück, wie die US-Armee mitteilte. Die strategischen B-2-Bomber können auch als Atomwaffenträger eingesetzt werden. Trotz der Unterbrechung der letzten militärischen Telefonverbindung mit Südkorea ließ Nordkorea unterdessen weiter Pendler aus dem Nachbarland einreisen.

Die Flüge der B-2-Bomber vom Whiteman-Luftwaffenstützpunkt in Missouri nach Südkorea und zurück sollten den Angaben zufolge der Abschreckung dienen. Der Einsatz demonstriere „die Fähigkeit der USA, schnell und nach Belieben Langstrecken- und Präzisionsschläge auszuführen“. Die beiden Bomber hätten Trainingsmunition auf einem Schießplatz der südkoreanischen Streitkräfte abgeworfen.

Spannungen auf der koreanischen Halbinsel deutlich zugenommen

Im Rahmen der mehrwöchigen Feldübungen „Foal Eagle“ hatten bereits zuvor B-52-Langstreckenbomber der USA Übungsflüge über Südkorea unternommen. Nordkorea hatte sich dadurch provoziert gefühlt und mit Militärschlägen gedroht. Am Dienstag teilte Nordkoreas Militär mit, alle Feldartillerie- und strategischen Raketeneinheiten seien bereit für einen Angriff auf das amerikanische Festland und auf US-Militärstützpunkte im Pazifik sowie Ziele in Südkorea.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich zugenommen. Das kommunistische Land hatte angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen und der Militärübungen in Südkorea den Waffenstillstandsvertrag von 1953 gekündigt. Das Abkommen beendete faktisch den dreijährigen Korea-Krieg. Da bis heute kein Friedensvertrag geschlossen wurde, ist die Halbinsel völkerrechtlich noch im Kriegszustand.

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

Kim Jong Un besucht ein Munitionsdepot im Süd-Westen Nordkoreas. Alle Bilder wurden von der offiziellen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA herausgegeben und können als Propagandamaterial verstanden werden, das den jungen Diktator im besten Licht zeigen soll © dpa/AP
Bevor er das Depot besichtigt, hält er vor den Soldaten eine Ansprache und ermahnt sie zu "höchster Wachsamkeit" angesichts des potenziellen Krieges © dpa/AP
Anschließend lässt er sich von den anwesenden Militärs als Herrscher des Landes feiern © dpa/AP
Kim Jong Un wird bei einem Besuch des Militärstützpunktes auf der Insel Mu von Offizieren umringt © dpa/AP
Zusammen mit ranghohen Militärs inspiziert er in Pjöngjang die Langstrecken-Artillerie © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Es ist beinahe immer das selbe Bild: Egal wo Kim Jong Un auftaucht, jubeln ihm die Soldaten zu - hier bei einem Besuch des Stützpunktes auf der Insel Jangjae © dpa/AP
Kim Jong Un bei einer Besprechung mit Offizieren. Scheinbar fachmännisch erteilt er Anweisungen © dpa/AP
Auch auf der Insel Wolnae schaut der junge Diktator bei seinen Truppen vorbei © dpa/AP
Kim Jong Un nimmt eine Waffe genauer unter die Lupe © dpa/AP
Ein Lächeln für die Kamera: Kim Jong Un zeigt sich gerne mit Militärs und insziniert sich dabei als gelassener Machthaber, der der Lage Herr ist © dpa/AP
Kim Jong Un hat alles genau im Blick. Das zumindest scheint dieses Foto ausdrücken zu wollen. © dpa/AP
Überhaupt lässt sich Kim Jong Un gerne mit einem Fernglas vor dem Gesicht ablichten © dpa/AP
Hier beobachtet er eine Truppenübung, bei der auch geschossen wird © dpa/AP
Kim Jong Un beobachtet Störe in einem Becken auf einer Fisch-Farm im Süd-Westen des Landes © dpa/AP
Während Kim Jong Un seinen Soldaten auf der Insel Wolnae zuwinkt, müssen sich mehrere Männer die Füße naßmachen, damit der Diktator trockenen Fußes über das Meer schippern kann © dpa/AP
Kim Jong Un mit ernster Miene auf einem Boot © dpa/AP
Kim Jong Un im Gespräch mit Offizieren, die ihn auf der Bootsfahrt begleiten © dpa/AP
Und tatsächlich: Dann finden die Männer doch noch etwas, worüber es sich zu lachen lohnt. © dpa/AP
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un grüßt im April 2012 bei einer Parade in Pjöngjang sein Volk © dpa/AP

Mehr als 400 Südkoreaner reisten am Donnerstag nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul nach Nordkorea ein, ebenso viele Südkoreaner reisten auch wieder aus. Tag für Tag kommen Hunderte Südkoreaner zum Arbeiten in den gemeinsamen Industriekomplex in der Grenzstadt Kaesong. Der Betrieb sei weitgehend normal verlaufen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nordkorea habe die Zustimmung für die Einreise gegeben.

Nordkorea hatte am Mittwoch die einzige militärische Kommunikationsverbindung zu Südkorea gekappt, die zuletzt noch von beiden Seiten genutzt worden war. Über diese Leitung wurde per Telefon jeden Morgen unter anderem die Anzahl der ein- und ausreisenden Südkoreaner durchgegeben.Beobachter vermuten, Nordkorea habe bisher den Betrieb in dem Gewerbekomplex aufrechterhalten, weil er eine wichtige Deviseneinnahmequelle sei.

In dem weitgehend abgeschirmten Komplex beschäftigen mehr als 123 südkoreanische Unternehmen aus der Leichtindustrie über 50.000 nordkoreanische Arbeiter.

dpa

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