Kritik an bisheriger Expertise

NSU-Prozess: Gerichtspsychiater aktualisiert sein Gutachten

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Zschäpe hatte fast 14 Jahre mit den beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. Sie ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Foto: Peter Kneffel

Nach viel Streit um die Gutachter im NSU-Prozess hat der Gerichts-Psychiater das letzte Wort. Er soll sein Gutachten nach Kritik und neuen Erkenntnissen anpassen.

München (dpa) - Letzter Akt des Gutachter-Streits im NSU-Prozess: Heute soll der vom Gericht bestellte psychiatrische Sachverständige Henning Saß erneut vernommen werden und seine Beurteilung der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe auf den neuesten Stand bringen.

Dabei soll er auf Kritik an seiner bisherigen Expertise eingehen und neue Angaben Zschäpes berücksichtigen, die sie gegenüber einem anderen Psychiater äußerte.

Zschäpe hatte fast 14 Jahre mit den beiden Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. Sie ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Die Bundesanwaltschaft hat sie als Mitglied des "Nationalsozialistischen Untergrunds" für alle Verbrechen der Gruppe angeklagt. Dazu gehören zehn Morde, von denen neun aus rassistischen Motiven verübt wurden.

Ab 19. Juli werden im NSU-Prozess die Plädoyers gesprochen - wir sind im Live-Ticker dabei.

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