Künftige Nutzung noch offen

Österreich will Enteignung von Hitlers Geburtshaus beschließen

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Seit 1972 ist das Haus an das österreichische Innenministerium vermietet - nun soll es abgerissen werden.

Braunau - Die österreichische Regierung will die Enteignung von Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn beschließen. Ein entsprechendes Gesetz steht heute auf der Tagesordnung des Ministerrats. 

Die österreichische Regierung will die Enteignung von Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn beschließen. Ein entsprechendes Gesetz steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Ministerrats.

Das Haus nahe der deutschen Grenze ist in Privatbesitz. Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte bereits gesagt, dass er sich einen Abriss des Gebäudes vorstellen könnte. Es müsste aber erst geprüft werden, ob dies mit dem Denkmalschutz vereinbar sei. Wie das Haus oder das Grundstück künftig genutzt werden soll, sei noch offen.

Seit 1972 ist das Haus an das österreichische Innenministerium vermietet - derzeit steht es leer. Das Ministerium will verhindern, dass das Haus zu einer Pilger- oder Gedenkstätte für Menschen mit nationalsozialistischem Gedankengut wird. In vielen Verhandlungen über Nutzung und Kauf sei es mit der Besitzerin bisher nicht zu einer Einigung gekommen. Die Frau soll nun entschädigt werden.

dpa

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