Anzeige für Österreichs Bundesheer

„Sexistisch“: Ministerium entschuldigt sich für peinliche BH-Werbung

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Mit dieser Anzeige wirbt das österreichische Bundesheer für den Girl‘s Day.

Wien - Nicht zum ersten Mal setzt sich das österreichische Bundesheer mit einer Werbekampagne in die Nesseln. Doch der Slogan „Karriere mit BH“ stößt selbst dem Verteidigungsministerium des Landes sauer auf.

Bereits vor einigen Jahren hat das Bundesheer in Österreich versucht, mit einem unangebrachten Werbefilmchen Rekrutinnen zu gewinnen. Was dabei herauskam? Sehen Sie selbst:

Doch die Verantwortlichen scheinen nicht daraus gelernt zu haben. Im Voralberger Magazin Weekend hat das Militär unserer Nachbarn nämlich nun eine Anzeige für den Girl‘s Day geschaltet mit der Überschrift: „Karriere mit BH“. Bei der Veranstaltung am 27. April können sich Frauen über verschiedene Berufsmöglichkeiten informieren. Nicht nur in den sozialen Medien sorgte dieses fehlgeleitete Wortspiel - BH ist auch die Abkürzung für Bundesheer - für Empörung.

Selbst das Verteidigungsministerium missbilligte die Kampagne: „Keine Frage, das ist sexistisch, absolut letztklassig“, sagte Oberst Michael Bauer dem Standard. Für die Kommunikations-Strategie sei ein „großer Schaden“ dadurch entstanden. Der Grund für die misslungene Anzeige sei laut Bauer der Zeitdruck gewesen. Weil man das Inserat rasch schalten wollte, hätten die Kontrollmechanismen versagt. Diese wolle man nun nachschärfen.

Zuletzt hatte das Bundesheer auch Erfolg mit seiner gezielten Werbung nach Rekrutinnen: Laut der Anzeige haben im vergangenen 80 Prozent mehr Frauen eine Karriere beim Heer begonnen. Doch mit solchen Anzeigen könnte dieser Trend bald ein jähes Ende haben.

Patrick Steinke

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