„Historische“ Wahlen

Pakistan: Imran Khan erklärt sich zum Wahlsieger

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Imran Khan (M), Führer der von ihm gegründeten Tehreek-e Insaf (PTI), kommt in ein Wahllokal, um seine Stimme im Rahmen der Parlamentswahl abzugeben.

Der ehemalige Kricket-Star Imran Khan hat sich zum Sieger der Parlamentswahlen in Pakistan erklärt - und dass noch vor der Verkündung der offiziellen Resultate.

Islamabad - Noch vor der Verkündung der offiziellen Resultate hat sich der ehemalige Kricket-Star Imran Khan zum Sieger der Parlamentswahlen in Pakistan erklärt. „Gott hat mir die Chance gegeben, meinen Traum wahr werden zu lassen“, sagte der Vorsitzende der Bewegung für Gerechtigkeit (Tehreek-e Insaf/PTI) in einer Fernsehansprache am Donnerstag. Er habe 22 Jahre dafür gekämpft und danke Allah für die Möglichkeit, der Nation zu dienen. Die Wahlen bezeichnete er als „historisch“.

Die Wahl in der südasiatischen Atommacht wird von Vorwürfen der Wahlfälschung überschattet. Die beiden etablierten Parteien, die Regierungspartei Pakistanische Muslim-Liga (PML-N) und die Pakistanische Volkspartei (PPP), hatten berichtet, Wahlbeobachter ihrer Kandidaten seien aus den Wahllokalen gedrängt worden und hätten keine offiziellen Resultate bekommen. Beide wollen das Ergebnis der Wahl nicht akzeptieren. Auch kleinere Parteien äußerten den Vorwurf der Wahlmanipulation.

Khan forderte die Parteien auf, Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. Der Chef-Wahlkommissar, Sardar Mohamed Raza, verteidigte den Prozess. „Diese Wahlen waren zu 100 Prozent transparent und fair“, sagte Raza.

Am Donnerstag haben rund 400 afrikanische Flüchtlinge die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko gestürmt. Dabei sollen sie Sicherheitskräfte mit ätzendem Branntkalk angegriffen haben.

dpa

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